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Erster Mannschaftssieg der Ersten

Am 2.Spieltag der Regionalliga kam es zum Nachbarschaftsduell mit dem Rhedaer SV, und trotz Abwesenheit der Brüder Kollenberg, waren die Türme motiviert, es der Zwoten geichzutun und den ersten Mannschaftssieg einzufahren.

Herbert Langhorst (Brett 7) trat mit den schwarzen Steinen gegen den Schachveteranen und frischen Bundesverdienstkreuzträger Rigobert Ophoff an. Nach einer ereignisarmen Eröffnungsphase - in der früh die Damen getauscht wurden - einigte man sich auf die Punkteteilung, da beiderseits keine Gewinnführung in Sicht war. Damit das erste Resultat des Tages: 0,5-0,5.

Stefan Hillers Partie an Brett 6 war in reichlich geschlossener Stellung Dank des umsichtigen Spiels seines jungen Kontrahenten lange bis nach Damentausch ausgeglichen. Dann ermöglichte ein ungenauer Turmzug seines Gegners die entscheidende Stellungsöffnung mit Drohungen gegen den schwarzen Monarchen, der sich kurz darauf in ein Mattnetz verstrickt sah. Führung für die Türme: 1,5-0,5

Oliver Flöttmann konnte an Brett 5 durch den passiven Aufbau des Gegners wichtige Felder kontrollieren und mit einem Bauern-Vormarsch auf dem Damenflügel weiße Figuren auf die Grundreihe zurücktreiben. Als sich ein Figurengewinn abzeichnete, reichte ihm sein Gegner die Hand. Das sah jetzt schon gut aus: 2,5-0,5

Ludger Funke als Vertretung erspielte sich an 8 mit weiß einen hübschen Stellungsvorteil, den er zu einem Königsangriff nutzte, verbrauchte aber leider so viel Zeit, dass seine Klappe fiel. Rückschlag 2,5-1,5

Sein Bruder Martin Funke an Brett 2 machte typische "Martinsachen" und erdrosselte seinen Gegner förmlich in einer schönen positionellen Partie. Der frühe Tausch zweier Leichtfigurenpaare sowie der Damen vergrößerte dabei keineswegs die Remisbreite. Den leichten Vorteil durch zwei statt drei Bauerninseln und die für ihn halboffene a-Linie baute er so weit aus, dass sich die schwarzen Figuren seines Gegenübers alsbald auf der eigenen Grundreihe versammelt fanden und nicht mehr in der Lage waren, die Stellung zusammenzuhalten. Souverän verwandelt zum 3,5-1,5.

Auch Julius Austermann (Brett 3) suchte und fand seinen Vorteil über die hier offene a-Linie. Zunächst schloss er das Zentrum, dann schwenkten alle Schwerfiguren am unrochierten König vorbei mit dem Ziel, die schwachen Bauern auf der anderen Seite anzugreifen. Sein Gegner unterbrach die Ambitionen, Gegenspiel am Königsflügel aufzubauen, konnte seine Bauern aber trotzdem nicht verteidigen. Julius, bedacht darauf, nicht in Zeitnot zu geraten, sicherte sich erst den Zeitaufschlag und verwertete dann zum Mannschaftssieg: 4,5-1,5.

Tagesziel erfüllt, Mannschaftssieg sicher 4,5-1,5

David Austermeier hatte sich an Brett 4 eine schöne Stellung mit Mehrbauern und besserer Bauernstruktur erarbeitet. Im Endspiel mit jeweils zwei Türmen und einem Springer zeigte sich allerdings auf beiden Seiten, dass die Springer extrem gefährlich sein können. So musste David erst die Qualität geben, nur um dann mit seinem Springer wieder einige Bauern einzusammeln. Den letzten Fehler der Partie machte er aber auch: plötzlich war der schwarze Bauer auf d2 nicht mehr aufzuhalten und so folge schließlich die Aufgabe in einer Partie mit vielen Wendungen. 4,5-2,5

Zum guten Schluss kämpfte noch Sven Behler an Brett 1. Nachdem sein Gegner am Damenflügel aufmarschiert war, gelang es Sven am Königsflügel Linien zu öffnen und aussichtsreich die Initiative zu übernehmen. Doch dann übersah er erst einen Bauerngewinn und stellte dann seinerseits pünktlich zur Zeitkontrolle einen Landwirt ein, später ging ein zweiter flöten. Das Turm-Springer-Endspiel kämpfte er tapfer weiter, musste sich aber nach fünf Stunden im 68. Zug geschlagen geben. Endstand 4,5-3,5.

Weiter geht es am 8.11. auswärts gegen Lieme 2.

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