Turm des Monats

In der Rubrik „Turm des Monats“ sollen die Besucher der Turm Rietberg-Seiten fortan Anregungen rund ums Thema Schach finden: Das können lohnende Bücher und Trainings-DVDs sein, aber auch interessante Internet-Seiten oder Hinweise auf spannende Turniere. Die Tipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wollen das Rad (bzw. das Schachquadrat) nicht neu erfinden, sondern Anstöße und Anreize geben. Jedes Vereinsmitglied ist außerdem eingeladen, die „Türme“ zu kommentieren und – an den Vereinsabenden oder per Mail - eigene » einzusenden.

Schach aktuell im Kino

Schach hat es mal wieder auf die große Leinwand geschafft! Seit dem 28. April läuft "Bauernopfer - Spiel der Könige" im Kino. In den Hauptrollen: Tobey Maguire (als Bobby Fischer) und Liev Schreiber (also Boris Spasski).

Jeder Schachfreund weiß bei diesen Namen natürlich sofort, worum es geht: um den legendären WM-Kampf aus dem Jahr 1972. So viel Aufmerksamheit hatte bis dahin kein Duell um die Schach-Krone, nicht zuletzt, weil sich auf Island - mitten im kalten Krieg - ein US-Amerikaner und ein Sowjetrusse gegenübersaßen. Verlauf und Ende sind hinlänglich bekannt: Der extravagante Herausforderer aus den Staaten besiegte den Titelverteidiger aus dem Osten, nicht ohne Zicken, Skandälchen und Manipulationsvorwürfe.
Schach war ja schon des öfteren Trägermasse für Filmstoffe und -motive, etwa in "Knight Moves" (1992) oder schon zuvor in "James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau" (1963). Die dort zu Beginn in Szene gesetzte Partie zwischen den fiktiven Figuren Kronsteen und MacAdams - sie endet meines Wissens mit dem albern-theatralischen Umwerfen des Königs als Zeichen der Aufgabe - basiert auf der Schachpartie Spasski gegen Bronstein aus der UdSSR-Meisterschaft 1960.
In "Bauernopfer" aber ist der reale Spasski eine der Filmfiguren. Und das "Süddeutsche Magazin" hat sich in seiner Ausgabe vom 22. April 2016 den Film mit eben jenem Spasski angesehen - und beschreibt u.a. seine Reaktionen auf den Hollywood-Blick auf die Geschehnisse vor 44 Jahren. Ich bringe die Ausgabe gerne mal mit in die Südtorschule. Süddeutsche, Südtor? Passt ja irgendwie. Ob aber der Film "Bauernopfer" die Schachrealität passend widerspiegelt... davon kann/soll sich jeder Schachfreund selbst ein Bild machen. Viel Vergnügen!

(S.B.)

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