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13.03.2022 Knappe Niederlage in Unterzahl [Update]
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Trotz zweifacher Unterzahl hat es die SG Turm Rietberg bei Tabellenführer BSK 2 spannend gemacht. Am Ende unterlagen die Gäste im Bielefelder Westen aber dann doch knapp mit 4,5:3,5.
Und daher hieß es - entgegen früheren freudigen Vermutungen an dieser Stelle - doch noch ein bisschen zittern. Um kurz vor 17 Uhr war aber mit Bekanntgabe des Sieges von 2hoch6 gegen Bad Oeynhausen endgültig der Klassenerhalt gesichert.

Zum Spiel:
Die Bretter 4 und 6 blieben frei, und die ersten beiden Ergebnisse verkürzten den Abstand nicht. Zuerst einigte sich Cedric Kollenberg (Brett 1) mit seinem Gegenüber auf das Unentschieden. Kurz darauf sah auch Sven Behler (3) keinen Hebel mehr für die Stellung und nahm das Remis-Angebot des Bielefelders an.
Die Reihenfolge der folgenden Ergebnisse kann der Schreiber nicht rekonstruieren (wegen Partieanalyse im Obergeschoss). Jedenfalls musste sich Joel Kollenberg (8) seinem Gegner geschlagen geben, der trotz aktueller DWZ von knapp unter 2000 früher immerhin mal in der 1. und 2. Bundesliga gespielt hatte.
Gewinnen konnten ihre Partien hingegen David Austermeier (5) und Julius Austermann (7). Ersterer hatte Jagd auf die etwas ungelenke Dame des Gegners gemacht, und dieser konnte Schlimmeres nur unter Figurenabgabe verhindern. Julius hatte früh seinen g-Bauern nach vorne geworfen und dann kurz rochiert, was zu einer merkwürdigen Stellung führte. Doch eine Unaufmerksamkeit des Bielefelders nutzte der Rietberger umgehend aus und eroberte ebenfalls eine Leichtfigur, was zum Sieg reichte.
Damit stand es 4:3 für BSK2. Doch am verbliebenen Brett von Oliver Flöttmann (2) sah es nicht gut aus. Im Turmendspiel mit 2:3 Bauern im Hintertreffen war bestenfalls ein Remis drin - und selbst der Weg dorthin dürfte so schwer zu finden gewesen sein wie ein Parkplatz im Umfeld des Siegfriedplatzes. Doch es gelang: 3,5:4,5 aus Rietberger Sicht.

Die Abschlusstabelle findet sich unter http://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3755/tabelle/

Nachtrag: Ein lustiges Faktum brachte die Liste für die Corona-Nachverfolgung zutage. Denn bei den Herkunftsorten der sechs SG-Turm-Spieler tauchte nicht EINMAL der Name Rietberg auf. Statt dessen: Verl und Schloß Holte-Stukenbrock, Paderborn und Gütersloh, Fulda und Aachen. Aber eine Söldnertruppe ist dann doch wirklich was anderes... :-)
S.B.
27.02.2022 Erste schafft Klassenerhalt
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In einer bis zum Ende hochspannenden Begegnung… nee, Moment, so fing schon der Bericht vom vorigen Spiel an, und das Ding heute war noch um einiges fesselnder. Also noch mal…

In einer stets knappen und an Spannung (und Dauer) kaum zu überbietenden Begegnung schlug die SG Turm Rietberg in der heimischen Südtorschule am 4. Spieltag der Regionalliga Blauer Springer Paderborn mit 4,5:3,5. Die Sieg bringende Partie dauerte sage und schreibe 6 ¾ Stunden (neuer Vereinsrekord?). Damit war um Punkt 16:48 Uhr zwar ein herrlich sonniger Sonntag so gut wie vorbei, dafür hat die Erste vorzeitig den Klassenerhalt gesichert.
Dabei standen die Vorzeichen eher schlecht, denn die Gastgeber mussten auf zwei Stammkräfte verzichten, das 5. Brett sogar freilassen und lagen so gleich mit 0:1 im Hintertreffen. Allerdings reisten im Gegenzug die Paderborner ohne drei ihrer vier vorderen Bretter an.

Doch nun zu den Partien: Herbert Langhorst (8) glich früh mit seinem Sieg zum 1:1 aus. Erst zwang er mit einer weißen Schwerfiguren-Batterie auf der a-Linie die Armee des Gegners an den Rand der Bewegungslosigkeit, dann knackte er zu seinen Gunsten das Zentrum, erhielt grandiose Felder für seinen Springer, und als der Paderborner in seiner Not anfing, am Königsflügel zu agieren, wechselten die agileren Rietberger Figuren rasch den Flügel und erlegten den nunmehr entblößten schwarzen König.
Nachdem Sven Behler (Brett 3) in gedrückter Stellung das Remisangebot seines Gegners angenommen hatte, erhöhte Joel Kollenberg (7) auf 2,5:1,5. Gegen den soliden Aufbau seiner Gegnerin baute er sich mustergültig auf und schaffte schließlich den Durchbruch im Zentrum, was ihm einen entscheidenden, weil lauffreudigen Freibauern auf der d-Linie einbrachte.
Den neuerlichen Ausgleich musste das Turm-Team an Brett 4 hinnehmen. Dabei stand David Austermeier nach Eröffnung absolut passabel. Und warum sein Gegner nach dem 12. Zug nur noch 20 Minuten auf der Uhr hatte blieb rätselhaft. Doch dann stellte David einen Bauern ein, und trotz der wenigen Zeit auf der Uhr konnte der Paderborner einen Zentrumsbauern (auch hier auf der d-Linie) entscheidend bis vor die feindliche Grundlinie bringen. 2,5:2,5.
Dann ging Rietberg erneut in Führung. Julius Austermann (6) lieferte sich mit seinem Gegenüber ein taktisch durchaus aufgeladenes Gefecht. Die Entscheidung fiel, als der Paderborner einen Angriff auf seinen eigenen Turm mit einer Mattdrohung konterte. Das für Rietberg erfreuliche Problem war nur, dass sich ein an der Mattkombination beteiligter Läufer zwei Züge später erzwungen in ein Schachgebot auf der anderen Brettseite werfen musste – und der Turm dann einfach weg war. 3,5:2,5.
Jetzt fehlte nach Adam Riese noch ein Remis zum Mannschafts-Unentschieden und ein Sieg (oder zweites Remis) zum Gesamtsieg. Aber das war leichter gesagt als getan.
Cedric Kollenberg (1) stand schon nach der Eröffnung ungewohnt passiv und geriet weiter heftig unter Druck. Schließlich fand er sich in einem Turm-Endspiel zuzüglich ungleicher Läufer und Minusbauern wieder. Zudem war sein König vom gegnerischen Turm auf der Grundlinie gefangen gehalten. Das sah nicht gut aus. Aber mit Geduld und Finesse schaffte es Cedric, die Stellung verteidigungsfähig zu halten. Und als ihm dann noch der Tausch der Türme gelang, war der Paderborner Mehrbauer wertlos. 4:3!
Aber jetzt ging der Spaß erst richtig los. Oliver Flöttmann (2) hatte eine zweischneidige Gambit-Eröffnung gut pariert und konnte sich mit ein, zwischenzeitlich zwei Mehrbauern glänzender Aussichten rühmen. Doch das Rechnen hatte viel Zeit gekostet, und im Sprint zum 40. Zug kippte die Stellung. Als die Paderborner Figuren bedrohlich vor dem Rietberger König aufmarschierten, opferte Oliver eine Qualität. Nach der Zeitkontrolle hieß es: Freibauer auf a3 und 2:1-Bauernmehrheit auf dem Königsflügel – aber eben Turm und Springer versus Läufer und Springer gegen sich. Was nun folgte, war eine schier ewige Stellungskneterei beider Seiten mit wechselseitigen Drohungen über die folgenden rund drei Stunden – der 30-Sekunden-Aufschlag pro Zug als Fluch und Segen zugleich. Das Zuschauen und Abwarten war schon anstrengend genug, mit den Spielern am Brett tauschen wollte zumindest der Kiebitz, der diese Zeilen schreibt, keinesfalls. Kurz vor Ende der Partie schaffte der Gästespieler dann durch Abtausch ein Endspiel mit K-S-B (Rietberg) gegen K-S (Paderborn), das für ihn das Remis sicherte: nach dem 107. Zug und um – wie eingangs erwähnt – 16:48 Uhr.

Das letzte Saison-Spiel bei Tabellenführer BSK 2 am 13. März kann Rietberg nun relativ entspannt angehen. Und wer weiß, was da noch geht...
S.B.
23.01.2022 Heiß umkämpftes Unentschieden
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In einer bis zum Ende hochspannenden Begegnung haben sich in einem Nachholspiel der 2. Regionalliga-Runde 2hoch6 Bielefeld und die SG Turm Rietberg 3,5:3,5 getrennt.

Das erste ausgespielte Ergebnis (das achte Brett hatten beide Mannschaften freigelassen) fiel am 7. Brett mit einem Remis: Ersatzspieler Elias Vögeler bot eine beachtlich solide Leistung und gestaltete das Spiel absolut ausgeglichen – gegen einen Bielefelder Akteur mit DWZ 1640... und damit auf dem Papier fast doppelt so viel wie der junge Rietberger! Dieser tauschte kühl Figur um Figur ab und reagierte positionell gut auf gegnerische Versuche, die Stellung zu öffnen – sauber, weiter so!
Die einzige Rietberger Führung des Tages besorgte Sven Behler (Brett 3). Eine noch am Vorabend zumindest überflogene Eröffnungsvariante führte dazu, dass er im 12. Zug noch 1:37 Stunden auf der Uhr hatte, die Gegnerin aber nur noch 31 Minuten. In der Abwicklung gab der Rietberger Turm und zwei Bauern für Läufer und Springer, und die Leichtfiguren erwiesen sich im weiteren Partieverlauf allmählich als entscheidend wendiger und bedrohlicher.
Den Ausgleich musste die SG Turm am Spitzenbrett hinnehmen. Cedric Kollenberg hatte den Gegner ausgangs der Eröffnung in eine etwas gedrückte Stellung gedrängt und hatte gutes Spiel, bevor er sich nach eigenen Worten zwischen zwei Plänen für den falschen entschied und etwas spekulativ eine Qualität opferte. Als der Bielefelder dann auch noch geschickt einen Bauern mit einem Sperropfer zurückgab, setzte sich der Materialvorteil im Endspiel durch.
Es folgte ein Remis von Oliver Flöttmann (Brett 2). Nach der Eröffnung hatte er mindestens Ausgleich, stand im Partieverlauf bequem und übersah nach eigenen Angaben im Endspiel leider einen entscheidenden Durchbruch.
Beim Stand von nunmehr 2:2 geriet Rietberg erstmals in Rückstand: Joel Kollenberg (6) hatte sich als Schwarzer einen dominanten weißen Bauern auf e6 eingehandelt, gegen den im Doppelturm-Endspiel kein Kraut mehr gewachsen war.
Anschließend erzielte David Austermeier (4) eine Punktteilung. Mit den schwarzen Steinen war er in eine zunehmend passive Stellung geraten und musste sich positionell etwas verrenken, hielt dem Druck des Gegners am Ende aber Stand.
Apropos Stand: Damit stand es bei einer noch ausstehenden Partei 3,5:2,5 für 2hoch6 – und der ganze Druck lastete nun auf Julius Austermann (5). Immerhin hatte dieser ein Damenendspiel mit 4 zu 2 Bauern (2 zu 1 auf jedem Flügel) zu seinen Gunsten erreicht. Doch auf relativ freiem Feld war es für den Rietberger König nicht leicht, den ständigen Schachgeboten der gegnerischen Dame zu entgehen. Und irgendwie bekam Weiß seine Bauernmehrheit nicht ins Rollen. Als dann auch noch ein Bauern verloren ging, drohte die Gewinnstellung ins Remis zu entgleiten. Die sechste Stunde der Partie war längst angebrochen, die Uhren liefen im einstelligen Minuten-Bereich der finalen Null bedrohlich entgegen, und dem Turm-Spieler waren Unbehagen und Anstrengung anzusehen. Doch dann eroberte dieser den Bauern zurück und konnte dann endlich den Sieg bringenden Damentausch erzwingen – gegnerische Aufgabe im 74. Zug und nach knapp 5 ¾ Stunden. Puh!

Nach drei nun abgeschlossenen von insgesamt fünf Spieltagen hat die SG Turm Rietberg 3 Mannschaftspunkte und ist vor zwei punktgleichen Teams Tabellendritter in der Sechser-Liga. Eines dieser Teams ist Blauer Springer Paderborn, auf das die Rietberger am nächsten Spieltag (27. Februar) in der Südtorschule treffen. Turm gegen Springer? Eigentlich eine klare Sache, oder? ;-)
S.B.
16.01.2022 Erste holt zum Jahresauftakt Kantersieg
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Mit einem deutlichen und ungefährdeten 6,5:1,5 hat sich die SG Turm Rietberg am 3. Spieltag der Regionalliga gegen den Gütersloher SV II durchgesetzt. Auch wenn die Dalke-Städter ersatzgeschwächt an die Ems gereist sind – fünf Siege und drei Remis sprechen eine klare Sprache.

Den Auftakt machte ausgerechnet Sven Behler (Brett 3), der ansonsten eher den zeitlichen Langstrecklern zuzurechnen ist. Sein Gegner war ihm in eine Eröffnungsvariante gerannt, hatte sich früh einen vergifteten Bauern einverleibt und sah dann seinen gefesselten Springer verloren. Nach nur zwölf Zügen erfolgte die Aufgabe.
Anschließend einigte sich Ferdi Schumacher (8) mit seinem Gegenüber auf Remis. Bei ruhigem Parteiverlauf dürfte die Computer-Bewertung selten nennenswert von der Null-Linie abgewichen sein. Ein solides, zufriedenstellendes Ergebnis.
Dann legte die SG Turm vor: Hendrik Berenbrink (4) hatte mit Weiß seine Bauern am Damenflügel auf a7 und b7 (!) vorangebracht. Am Königsflügel war sein Gegner zwar optisch eindrucksvoll, aber ohne Durchschlagskraft mit Dame, Turm und Läufer vorgefahren. Hendrik wiederum brauchte keine dritte Dame, um die Partie für sich zu entscheiden.
Auch Julius Austermann (6) holte den vollen Punkt, nachdem er mit Dame und Läufer die gegnerische Rochadestellung aufgewühlt hatte. Als dann auch noch ein hinzugezogener Springer dem nahezu ungeschützten König zu Leibe rückte und am Ende das royale Paar gabelte, war die Partie entschieden.
Ein weiteres Remis gab es bei Joel Kollenberg (7). Zwar hatte er im Turm-Läufer-Endspiel einen Bauern mehr, doch dieser ließ sich angesichts der ungleichfarbigen Leichtfiguren nicht verwerten – die Punktteilung ging völlig in Ordnung.
Den nächsten vollen Punkt eroberte Oliver Flöttmann (2). Halbwegs knapp überstand er seine Zeitnotphase, musste aber einen Mehrbauern aufgeben. Dennoch konnte er im sich daraus ergebenden Endspiel zunächst die Türme, dann die Springer geschickt tauschen und fand sich in einem gewonnen Bauernendspiel wieder. Seine reinkarnierte Dame konnte die gegnerischen verbundenen Freibauern aufhalten, und angesichts eines weiteren Rietberger Freibauern gab der Gütersloher Spieler auf.
Auch das Spielgeschehen auf David Austermeiers Brett (5) ließ zeitig Positives erwarten, da der Schutzschild vor dem Gütersloher König zusehends schmolz. Im Schwerfiguren-Endspiel standen bereits zwei Mehrbauern bei David zu Buche, dann folgte der dritte, und das Matt in vier Zügen ließ sich die Gütersloherin nicht mehr bis zum Ende zeigen.
Den längsten Atem bewies diesmal Cedric Kollenberg am Spitzenbrett. In einer stellungstechnisch komplexen Partie (soll heißen: ich hab’s nicht ganz durchblickt, sah aber professionell aus) zeichnete sich auf keiner Seite ein nennenswerter Vorteil ab. Der Gütersloher warf zwar am Königsflügel seine Bauern nach vorne, doch der Rietberger wehrte den Angriff – in beiderseitiger Zeitnot – souverän ab. Auch hier dürfte die Punktteilung das verdiente Resultat sein.

Mit dem klaren Sieg hat sich Rietberg nach der Auftaktniederlage gegen Bad Oeynhausen wieder Luft nach unten in der Mini-Liga verschafft. Entscheidende Vorzeichen für den Rest der Saison kann die SG Turm schon am nächsten Sonntag setzen, wenn in der Südtorschule das Nachholspiel gegen 2hoch6 Bielefeld steigt.
S.B.
07.11.2021 Auch Erste verliert zum Saisonauftakt
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Ohne Sieg am Brett musste sich die SG Turm Rietberg zum Saisonauftakt in der Regionalliga B zu Hause dem SV Bad Oeynhausen mit 5:3 geschlagen geben. Dabei mussten die ohnehin schon geschwächten Gastgeber kurz vor dem Spiel zwei weitere Absagen hinnehmen. Mit dankenswerter Unterstützung dreier Spieler aus der zweiten Mannschaft und dem Manko eines freigelassenen Brettes ging es ins Match. Doch auch die Gäste mussten auf vier Ersatzspieler zurückgreifen – und zudem das achte Brett freilassen. Der dort aufgestellte Spieler war zwar vor Ort, konnte aber keinen 3G-Nachweis vorlegen, den die Spielordnung in Corona-Zeiten verlangt. Somit konnte Elias Vögeler unverrichteter Dinge den Heimweg antreten, und es stand es schon vor dem ersten Zug 1:1.

Die erste ausgespielte Entscheidung ergab ein Remis an Brett 1. Dort musste Cedric Kollenberg erfahren, wie schwer es sein kann, aus einer Stellung etwas herauszuholen, wenn der Gegner mit Weiß gar nicht gewinnen will. An der Eröffnungswahl lag es nicht, und auch nicht am womöglich fehlenden Mut, einen Bauern zu opfern. Aber was soll man machen, wenn der Gegner den Bauern unter Umgehung jedweder Komplikationen sofort zurückgibt? Und so hieß es in ausgeglichener Stellung schließlich: unentschieden.

Herbert Langhorst (6) hatte seine Königsflügel-Bauern trotz kurzer Rochade eindrucksvoll nach vorne geworfen, musste kurz eine forsche schwarze Dame in deren Bretthälfte zurückverweisen und hatte die gegnerische Stellung eigentlich recht gut zusammengedrängt. Doch der Durchbruch war nicht zu finden, und so wurde auch hier schließlich der Punkt geteilt.

Das gleiche Resultat stand am Ende der Partie von Joel Kollenberg (5). Gut aus der Eröffnung gekommen, gab er im Spielverlauf zwei Leichtfiguren gegen Turm und Bauern. Doch Oeynhausener Läufer und Springer zeigten sich wendiger als erwartet, und am Ende gelang dem Gästespieler eine nette Kombination mit Dame-gegen-Turm-Opfer und folgendem Dauerschach.

Nun stand es 2,5:2,5. Doch beim Blick auf die verbliebenen Bretter sah es nicht gut aus – und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Zunächst musste Ferdi Schumacher (7) die Segel streichen. Er hatte einen Läufereinschlag auf h7 hinnehmen müssen, von dem sich seine Stellung nicht mehr richtig erholte. Auch Materialopfer blieben erfolglos. Ein Kiebitz sah einmal zwei Oeynhausener Türme gegen Läufer und Springer in der Übermacht, kurz darauf einen einzelnen Turm, der dem verbliebenen Läufer im Endspiel überlegen war – Aufgabe.

Auch David Austermeiers (4) Stellung war schlussendlich nicht zu halten. Der Gegner war mit seinen Türmen (unter Bauerngewinn) über die a-Linie in die Rietberger Bretthälfte eingedrungen, und David gelang es nicht, sich vom Druck und der Umklammerung zu befreien, so dass auch er schließlich die Niederlage einräumen musste. 2,5:4,5.

Die längste Partie focht Sven Behler (2) aus. Bei entgegengesetzten Rochaden griff er mit Weiß vielversprechend am Königsflügel an, doch die Attacke versandete, und wie es dann so ist, schlug das Stellungspendel leicht zugunsten des Schwarzen aus. Kurz vor der Zeitkontrolle nahm der Oeynhausener aber in dann (laut Rechner) ausgeglichener Stellung Svens Remisangebot an.
S.B.