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01.12.2019 Langsam wird's unheimlich...
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Was ist denn hier los? Im "Spitzenspiel" der beiden Aufsteiger (!) hat die SG Turm in der 4. Runde der Regionalliga beim SC Porta Westfalica mit 5,5:2,5 gewonnen und setzt ihren Höhenflug in der höchsten OWL-Spielklasse fort. Rietberg überwintert auf dem Spitzenplatz - vor dem Brackweder SV (jeweils 7:1 Mannschaftspunkte, aber wir haben 1,5 Brettpunkte mehr). Daran ändert auch ein in den Februar verlegtes Nachholspiel zwischen Porta und Bad Oeynhausen nichts.

(Kurze Zwischenbemerkung: Ich wurde heute in Porta zurecht darauf angesprochen, dass der Bericht über die in Rietberg ausgetragenen OWL-Blitzmeisterschaften noch nicht auf der Homepage steht. Das habe ich eben nachgeholt. In der Zeitung war der Bericht immerhin zeitnah nach dem Turnier.)

Jetzt aber zum aktuellen Ligabetrieb (obwohl ich aus gutem Grunde selten so wenig vom Geschehen an den anderen Bretter mitbekommen habe wie heute).
Herbert Langhorst (Brett 7) einigte sich früh aufs Remis. Eine ausgeglichene Materialbilanz im Schwerfiguren-Mittelspiel reichte beiden Kontrahenten, frühzeitig die Friedenspfeife zu rauchen.
Der Gegner von David Austermeier (6) bot ein Remis durch Dauerschach quasi auf dem Silbertablett an, doch der Rietberger kämpfte weiter. Im weiteren Verlauf schien die Partie allerdings zu kippen - unter anderem weil David mit Schwarz in die Bauernkonstellation c6-b6-a5 lang rochierte. Als der Chronist später vom Punktgewinn erfuhr und gratulierte, reagierte David auf den leicht überraschten Blick mit Verständnis. Glaube ich...
Cedric Kollenbergs Gegner (2) hatte das Zentrum durchaus geschickt besetzt, der Rietberger lavierte gekonnt dagegen. Die Stellung war verhakelt und befand sich in etwas, das man wohl ein halbwegs dynamisches Gleichgewicht nennt. Am Ende stand ein Remis. 2:1 für Turm.
Auf 3:1 stellte Martin Funke (1), der endlich seine Sieglos-Serie in dieser Saison beendete. Zwar schien das Material in für flüchtige Kiebitze ausgeglichener Stellung schon gefährlich reduziert zu sein, aber unser Spitzenbrett fand souverän den Weg zum Punktgewinn.
Hendrik Berenbrink (5) hatte einen positionellen, aber zweischneidigen Grünfeld-Inder auf dem Brett, schaffte es aber Augenzeugen zufolge, seine beiden Läufer stark vor den eigenen Bauern zu platzieren und im gegnerischen Lager für gewinnbringenden Ärger zu sorgen. 4:1.
Den Mannschaftssieg sicherte Sven Behlers (4) Remis. Im Mittelspiel geriet er ziemlich unter Druck, fand aber kurz vor der Zeitkontrolle nach einem Fehler des Gegners ein Loch in dessen Stellung und bekam aktives Gegenspiel. In taktisch höchst wuseliger Stellung übersah er gar den Gewinn und wählte stattdessen den sicheren Weg zum Dauerschach.
Anschließend legte der aus der Zweiten nachgerückte Julius Austermann (8) einen vollen Punkt nach. Nach allen Regeln der Kunst hatte er seinen Gegner am Königsflügel zusammengeschoben, eroberte eine Qualität und fuhr den Punkt nach umsichtigen Spiel schließlich nach Hause.
Die einzige Niederlage des Tages musste Oliver Flöttmann (3) hinnehmen. Eine suboptimal berechnete Abwicklung kostete ihn eine Qualität, und so fand er sich in einem Endspiel Springer gegen Turm und je vier Bauern wieder. Einen Landwirt konnte sich sein Pferd schnappen, doch bald hieß es diesbezüglich wieder drei zu drei, und der technisch versierte Gegner entschied die Partie nach knapp sechs Stunden dann doch für sich.

Weiter geht es am 26. Januar in der Südtorschule gegen die Blauen Springer aus Paderborn...
S.B.
16.11.2019 Lieme und Freiberger siegen bei OWL-Blitz in Rietberg
in Kategorie: Sonstiges | Kommentare: 0
Die Schachfreunde Lieme und Jonas Freiberger (SK Werther) sind die Sieger der OWL-Mannschafts- und Einzelmeisterschaft im Blitzschach. Ausgetragen wurden die beiden Turniere aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der SG Turm in der Mensa des Gymnasiums Nepomucenum. Ein großer Dank an dieser Stelle an alle Helfer und Organisatoren des Vereins!

In der Mannschaftskonkurrenz dominierte NRW-Ligist SF Lieme das äußerst stark besetzte Feld der insgesamt 13 Vierer-Teams und gewann bei nur einer Niederlage mit 22:2 Punkten. Zweiter wurde die SG Bünde (NRW-Klasse) mit 19:5 Punkten vor dem SK Werther (NRW-Klasse) mit 18:6 Punkten. Diese drei Mannschaften qualifizierten sich damit für die NRW-Blitzschach-Meisterschaften.
Die gastgebende SG Turm Rietberg - angetreten mit Martin Funke, Cedric Kollenberg, Oliver Flöttmann, Sven Behler und David Austermeier - belegte mit 9:15 Punkten Platz acht. Ein achtbares Ergebnis!

Im Einzelwettbewerb holten Jonas Freiberger und Jürgen Peist (Herforder Schachverein Königsspringer, NRW-Liga) in der Finalrunde jeweils 6,5 Punkte aus acht Partien. Den Stichkampf entschied der Wertheraner dann für sich. Dritter wurde mit 4,5 Punkten Maurice Gulatz (SG Kirchlengern, NRW-Klasse). Diese drei Spieler schafften damit den Sprung zum NRW-Blitzturnier.
Einziger weiterer Finalrunden-Teilnehmer aus Rietberg war Cedric Kollenberg, der mit 2,5 Punkten Rang acht erreichte. David Austermeier und Julius Austermann kamen leider nicht über die Vorrunde hinaus.
S.B.
10.11.2019 Auch Zweite grüßt von Tabellenspitze
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Nichts zu erben - außer 3 Brettpunkten - gab es für das Bielefelder Schachteam Laskers Erben bei der zweiten Mannschaft von Turm Rietberg. Der verdiente Lohn ist die Tabellenführung in der Bezirksliga nach Runde drei.

Zwar war das 1:0 aller Lasker Anfang, weil Elias Vögeler an Brett 7 seiner Unerfahrenheit Tribut zollen musste und trotz anfänglichen Materialvorteils auf die Verliererstraße geriet. Den Ausgleich besorgte aber Ferdi Schumacher (4). Nach einem Qualitätsgewinn im Mittelspiel brachte er die Partie locker nach Hause.
Für den zweiten Siegpunkt sorgte Julius Austermann. Seinen umsichtig herausgespielten Raumvorteil nutzte er zu einem Bauernsturm, der die Königstellung seines Gegenüber zum Einsturz brachte.
Am 8. Brett hatte Yuyang Chen schnell die Nase vorn. Den Versuch eines Gegenangriffs konterte er geschickt, gewann einen ganzen Turm und damit die Partie.
Eine Punkteteilung ergab sich am 1. Brett. In der Abtauschvariante der französischen Verteidigung glich Michael Trost den den Anzugvorteil aus, konnte dann sogar Druck gegen einen isolierten Bauern aufbauen. Zum ganzen Punkt reichte es allerdings nicht.
Ebenfalls ein isolierter Bauer stand bei Ludger Funke in der Diskussion. Hier allerdings eroberte der Rietberger den gegnerischen Landmann. Dann schob er seinen Mehrbauern weit nach vorn und führte durch das Eingreifen des Königs die Entscheidung herbei.
Mit diesem Ergebnis hatte Turm die zum Sieg nötigen 4,5 Punkte erreicht. Daher sorgte es nicht mehr für einen Nervenschock, als Michael Hutfilker (6) in deutlich besserer Stellung die Dame einstellte.
Für das Endergebnis von 5:3 sorgte Michael Schalk mit einem Unentschieden an Brett 5.

Damit grüßt auch Turm 2 (wie Turm 1 zurzeit in der Regionalliga) von der Tabellenspitze der Bezirksliga: als einziges Team mit 5 Brettpunkten, verfolgt von einem Fünfer-Feld mit 4 Brettpunkten. Eine dieser Mannschaften ist der SC Wadersloh-Diestedde - und gegen die treten die Rietberger am vierten Spieltag am 15. Dezember an.
F.S./S.B.
03.11.2019 Aufsteiger grüßt von Tabellenspitze
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Nachdem Rietbergs Erste in den vergangenen drei Verbandsliga-Spielen gegen SV Ennigerloh-Oelde wahrlich nicht gut aussah, konnten sie diesmal in der Regionalliga das Duell mit 6:2 klar für sich entscheiden. Und so grüßen die Türme - angesichts des offenen Nachholspiels von Porta Westfalica - mit 5:1 Mannschaftspunkten und 15,5 Brettpunkten von der Tabellenspitze. Nicht schlecht für einen Aufsteiger...

Den Grundstein für den Sieg in der Südtorschule legte David Austermeier (Brett 6). In einer eher selten gespielten Verteidigung wählte der Rietberger eine eher selten gespielte Antwort, mit der der Gast offenbar nicht so richtig zurechtkam. In ohnehin deutlich besser Stellung warf der Oelder verzweifelt einen Läufer in Davids Rochadestellung, beraubte sich damit aber jeglicher Restchancen.
Für das 2:0 sorgte Herbert Langhorst (8), der - ebenfalls mit Weiß - einen isolierten, aber von starken Figuren unterstützten Bauern raumgreifend nach d5 vorschob und zum Dreh- und Angelpunkt seines Spiels machte. Und kaum ließ der Chronist das Brett mal für einige Zeit aus den Augen, schon schlug Herbert unter Schwerfigureneinsatz in die schwarze Rochadestellung ein und setzte Matt.
Das erste Remis des Tages holte Oliver Flöttmann (3), auf dessen Brett sich die Bauerninseln einigermaßen ineinander verhakt hatten. Nach einigen taktischen Scharmützeln einigten sich die Kontrahenten angesichts ungleichfarbiger Läufer und wenig Aussichten auf einen Dosenöffner auf die Punktteilung.
Anschließend erhöhte Joel Kollenberg (7) auf 3,5:0,5. Im Zweikampf Jahrgang 2001 gegen Jahrgang 1935 sah es für den flüchtig schauenden Kiebitz so aus, als hätte sich ein Rietberger Läufer unter Bauernfang im gegnerischen Lager unrettbar verirrt. Aber ein späterer Blick veriet, dass die Leichtfigur einen Ausweg gefunden hatte. Nochmals einige Zeit später verrieten heiter-anerkennende Worte des Seniors, dass der Junior die Partie zum siegreichen Ende gebracht hatte.
Die einzige Niederlage des Tages mussten die Rietberger ausgerechnet am Spitzenbrett hinnehmen, wo Martin Funke weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet. Nach eigenem Bekunden stand der Turm-Spieler bereits nach 10 Zügen auf verlorenem Posten - vor allem hatte ein gedeckter weißer Läufer auf f7 eingeschlagen -, und der starke Oelder ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Südamerika-Heimkehrer Hendrik Berenbrink (5) ließ in seiner Partie wenig bis nichts anbrennen, fand sich in einem ausgeglichenen Turm-Endspiel wieder und besorgte mit seinem Remis den sicheren ersten Mannschaftspunkt.
Den zweiten Mannschaftspunkt garantierte Cedric Kollenbergs Sieg, der das gewohnt lavierende Spiel seines Gegners mit einem Angriff am Damenflügel beantwortete, mit Turm und Springer ins gegnerische Lager eindrang und schließlich einen Bauern eroberte. Technisch sicher wandelte unser NRW-Pokalsieger den Vorteil in den vollen Punkt um.
Sven Behler (4) hatte derweil seinen positionellen Vorteil vergrößert und tauchte nach einem Fehler seines Gegenübers plötzlich mit Turm und Dame vor dem Oelder König auf. Allerdings übersah er kurz vor der Zeitkontrolle den Gewinnzug und musste im Turmendspiel mit Mehrbauer (fast) von vorne anfangen, gewann dann aber doch noch.

Weiter geht es am 1. Dezember in Porta Westfalica!
S.B.
06.10.2019 Zweite erkämpft 4:4
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Im nachgeholten Spiel aus der ersten Runde der Bezirksliga hat Rietberg 2 zu Hause gegen Gütersloh 4 nach deutlichem Rückstand ein hart erkämpftes 4:4 erzielt.
Nach der Teilnahme an einer Hochzeitsfeier am Vorabend freute sich Mannschaftsführer Ferdi Schumacher (Brett 4), bei seinem kampflosen Punkt Energie sparen zu können. Die frühe Führung hielt allerdings nicht lange. Michael Trost am Spitzenbrett kam mit den schwarzen Steinen schlecht aus der Eröffnung. Sein starker Gegenüber nutzte die Initiative gut aus und gewann frühzeitig.
Kurz danach klingelte es drei weitere Mal im Kasten der Rietberger. Elias Vögeler (7) musste im Mittelspiel eine Figur abgeben, griff noch beherzt am Königsflügel an, konnte seinen Materialnachteil aber nicht mehr ausgleichen. Schlecht lief es auch bei Michael Hutfilker (5), der nach schwacher Eröffnung im Mittelspiel ausmanövriert wurde und an diesem Tag chancenlos war. Neuling Yuyan Chen (8) baute sich gegen die Sizilianische Verteidigung vielversprechend auf. Zwei wenig geglückte Abtauschaktionen ließen den
Vorteil allerdings dahinschmelzen und führten später noch zum Verlust.
Nach diesem 1:4-Zwischenstand sorgte Christian Ströhmeier (6) für einen Lichtblick. Er konnte die Zentrumsaufgabe seines Gegner mit einem feinen Figurenspiel ausnutzen und entscheidendes Material erobern.
Danach ging der Kampf noch gut zwei Stunden weiter. Ludger Funke (3) gewann nach zähem Mittelspiel einen Bauern. Diesen zur Umwandlung nach vorn zu bringen, erforderte viel Präzision. Schließlich konnte der Springer des Güterslohers gegen Funkes Randbauern nichts mehr ausrichten. Jetzt stand es also 3:4.
Den Ausgleich erzielte nach gut fünfeinhalb Stunden Julius Austermann an Brett 2. In einer über weite Strecken verschachtelten Stellung, in der sich die meisten Bauern nicht mehr bewegen konnten, hatte Julius lediglich Raumvorteil auf seiner Seite. Er bereitete geduldig einen Hebel vor, wodurch seine Dame in die gegnerische Stellung eindringen
konnte und für den Gewinn sorgte.

Weiter geht es am 10. November in der Südtorschule gegen Laskers Erben.
F.S.