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06.10.2019 Zweite erkämpft 4:4
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Im nachgeholten Spiel aus der ersten Runde der Bezirksliga hat Rietberg 2 zu Hause gegen Gütersloh 4 nach deutlichem Rückstand ein hart erkämpftes 4:4 erzielt.
Nach der Teilnahme an einer Hochzeitsfeier am Vorabend freute sich Mannschaftsführer Ferdi Schumacher (Brett 4), bei seinem kampflosen Punkt Energie sparen zu können. Die frühe Führung hielt allerdings nicht lange. Michael Trost am Spitzenbrett kam mit den schwarzen Steinen schlecht aus der Eröffnung. Sein starker Gegenüber nutzte die Initiative gut aus und gewann frühzeitig.
Kurz danach klingelte es drei weitere Mal im Kasten der Rietberger. Elias Vögeler (7) musste im Mittelspiel eine Figur abgeben, griff noch beherzt am Königsflügel an, konnte seinen Materialnachteil aber nicht mehr ausgleichen. Schlecht lief es auch bei Michael Hutfilker (5), der nach schwacher Eröffnung im Mittelspiel ausmanövriert wurde und an diesem Tag chancenlos war. Neuling Yuyan Chen (8) baute sich gegen die Sizilianische Verteidigung vielversprechend auf. Zwei wenig geglückte Abtauschaktionen ließen den
Vorteil allerdings dahinschmelzen und führten später noch zum Verlust.
Nach diesem 1:4-Zwischenstand sorgte Christian Ströhmeier (6) für einen Lichtblick. Er konnte die Zentrumsaufgabe seines Gegner mit einem feinen Figurenspiel ausnutzen und entscheidendes Material erobern.
Danach ging der Kampf noch gut zwei Stunden weiter. Ludger Funke (3) gewann nach zähem Mittelspiel einen Bauern. Diesen zur Umwandlung nach vorn zu bringen, erforderte viel Präzision. Schließlich konnte der Springer des Güterslohers gegen Funkes Randbauern nichts mehr ausrichten. Jetzt stand es also 3:4.
Den Ausgleich erzielte nach gut fünfeinhalb Stunden Julius Austermann an Brett 2. In einer über weite Strecken verschachtelten Stellung, in der sich die meisten Bauern nicht mehr bewegen konnten, hatte Julius lediglich Raumvorteil auf seiner Seite. Er bereitete geduldig einen Hebel vor, wodurch seine Dame in die gegnerische Stellung eindringen
konnte und für den Gewinn sorgte.

Weiter geht es am 10. November in der Südtorschule gegen Laskers Erben.
F.S.
03.10.2019 Behler verteidigt Vereinspokal
in Kategorie: Sonstiges | Kommentare: 0
Wie schon vor einem halben Jahr sei der bevorstehende Start des nächsten Vereinsturniers Anlass, kurz auf das zurückliegende zurückzublicken: Im September holte Titelverteidiger Sven Behler erneut den Vereinspokal. Im Finale besiegte er Cedric Kollenberg. Nachdem beide in den Schnellschachpartien jeweils mit Weiß gewannen, siegte Sven mit 2:0 im Blitz-Stechen. Den Bronze-Rang belegten Oliver Flöttmann und Herbert Langhorst. Dieses Quartett ist übrigens dasselbe, dass auch bei der jüngsten Vereinsmeisterschaft die vorderen vier Plätze besetzte.
Nachdem im Vorjahr das Evans-Gambit Pflichteröffnung im Thementurnier um den Vereinspokal war, wurde diesmal das Wolga-Gambit gespielt.
(Randbemerkung: In der "westlichen Welt" hieß/heißt das Wolga-Gambit auch Benkö-Gambit, dessen Namensgeber, der ungarisch-US-amerikanische Großmeister Pál Benkö, zweieinhalb Wochen vor dem Rietberger Pokalfinale im Alter von 91 Jahren verstarb.)

Nun beginnt das Turnier um die Vereinsmeisterschaft. Titelverteidiger ist Cedric Kollenberg. Allen Teilnehmern viel Spaß und Erfolg!
S.B.
22.09.2019 Nach Aufs und Abs ein 4:4
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Mit einem 4:4 ist Rietbergs Erste in der zweiten Runde der Regionalliga-Saison 2019/20 vom Gastspiel beim stark besetzten SK Delbrück zurückgekehrt. Dabei wogte das Bewertungspendel auf ungewohnt vielen Brettern hin und her, und beide Mannschaften hatten reale Aussichten auf den Sieg.

Waren es am ersten Spieltag gegen Gütersloh II die Bretter 2 bis 5, die die vollen Punkte für Rietberg einfuhren, klingelte es diesmal ausschließlich an den Platten 7 und 8. So war es der aus der zweiten Mannschaft nachgerückte Michael Trost (Brett 8), der die SG in Führung brachte: Mit seinen Leichtfiguren drohte er schlimme Einschläge in die gegnerische Stellung und eroberte kurz hintereinander drei Bauern, die er bis ins Doppelturm-Endspiel behielt. Nach Androhung eines Grundlinienmatts musste der Delbrücker Spieler weiteres Material tauschen - und gab kurz darauf in hoffnungslos verlorener Stellung auf.
Sven Behler (4) hielt seine Stellung angesichts eines Entwicklungsrückstandes früh für völlig im Eimer (was später der Rechner deutlich entspannter sah). Im Trüben fischend verkomplizierte er die Partie (weißer Bauer auf d7, schwarzer auf b2). Der Delbrücker fand nicht die allerbeste Fortsetzung, und nahm im 21. Zug ein Remisangebot an.
Joel Kollenbergs (6) Gegner hatte derweil ein druckvolles Zentrum aufgebaut, sich positionelles Übergewicht erspielt und brach schließlich in der Mitte durch. Als der Rietberger dann auch noch eine Qualität einbüßte, brach seine Stellung unter Mattdrohungen zusammen. 1,5:1,5.
Bruder Cedric Kollenberg (2) hatte sich klaren positionellen Vorteil erspielt, bevor er unglücklicherweise einen Zentrumsbauern einstellte und sich daraufhin beide Seiten auf Remis einigten.
Unentschieden hieß es auch am Spitzenbrett, wo Martin Funke gegen den Rietberger Schnellschach-Stadtmeister von 2018 zwar eine leicht vorteilhafte Stellung sein Eigen nannte, doch das Material war bereits so weit heruntergetauscht, dass es nicht mehr für den vollen Punkt reichte. 2,5:2,5.

Nun hing alles von den Weiß-Brettern 3, 5 und 7 ab. Doch die Entscheidung zog sich lange hin...
Schließlich sorgte Herbert Langhorst (7) für die neuerliche Rietberger Führung - und die vermeintliche Vorentscheidung. Entgegengesetzte Rochaden hatten das Brett früh in Flammen gesetzt. Der Angriff des Rietbergers hatte zwar mehr Tempo, schlug aber nicht durch, und ein befreiendes Delbrücker Bauernopfer im Zentrum machte die Sache wieder spannend. Am Ende des Spektakels stand ein Turmendspiel, das diversen Kibitzen zufolge mehrfach zwischen "tot remis" und "gewonnen für Rietberg" schwankte. Am Ende gelang Herbert das so wichtige Manöver zum 'Brückenbau' - und damit der Sieg.
Oliver Flöttmann (3) war aufgrund widriger Straßenverkehrsverhältnisse mit geschätzten 29,5 Minuten Verspätung im Turniersaal erschienen. Auf dem Brett übte der Gegner schon in der Eröffnung heftigen Druck aus, den der Rietberger mit dem Verlust eines Bauern bezahlen musste. Im Endspiel jedoch gelang es Oliver, seinen Springer sehenswert gegen den DRITTletzten Landwirt des Delbrückers zu opfern, um direkt danach den VORletzten zu fressen und anschließend den LETZTEN unwiderruflich ins Visier zu nehmen. Damit waren die gegnerischen Siegchancen dahin - Remis. 4:3.
Im Duell gegen seinen Onkel hatte David Austermeier (5) ein filigranes Endspiel mit je schwarzfeldrigem Läufer (und Rietberger Mehrbauer) ereicht. Kurzfassung: Rietberger a-Freibauer gegen zwei Delbrücker Freibauern auf der e- und d-Linie. Doch statt den a-Bauern vorzurücken und nach erzwungenem Selbstopfer des gegnerischen Läufers in den Remis-Hafen zu steuern, opferte David seinerseits seinen Läufer, um forciert den a-Bauern zur Dame umzuwandeln. Unglücklicherweise übersah er dabei, dass der verbleibende Delbrücker Läufer und die Zentrumsbauern mit Königsangriff und Tempogewinn Alarm machten und unter Schachgeboten ihrerseits eine Dame aufs Brett brachten. Der Rest war (leider) Technik. 4:4!

Weiter geht es am 3. November in der Südtorschule mit dem 'Klassiker' gegen den SV Ennigerloh-Oelde.
S.B.
15.09.2019 Auch Zweite siegt zum Saison-Auftakt
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Auch die 2. Turm-Mannschaft hat die Saison mit einem Sieg eröffnet. 4,5:3,5 hieß es am Ende bei Rochade Beckum 1.
Die frühe Führung für Turm besorgte Julius Austermann an Brett 2, der das riskante Spiel seines starken Gegenübers widerlegte und seinerseits einen Mattangriff aufbauen konnte. Yougster Elias Vögeler (8) musste kurz danach den Ausgleich zulassen. Nach einem Fehlzug im Mittelspiel konnte er trotz zäher Gegenwehr den materiellen Rückstand nicht mehr ausgleichen.
Am Spitzenbrett lief es weniger dramatisch ab. Michael Trost hatte zwar das bessere Zentrum, fand aber kein Durchkommen gegen den solide agierenden Beckumer. Remis hieß es hier wie auch bei Michael Hutfilker (6), wo ebenfalls kein Spieler ein Wagnis eingehen wollte.
Die Vorentscheidung fiel in den nächsten beiden Partien. 3. Brett: Angriff am Königsflügel gegen Angriff am Damenflügel. Dabei behielt Ludger Funke mit seinem gradlinigen Vorgehen gegen den Monarchen die Oberhand. Michael Ströhmeier an Brett 7 krönte sein mutiges Spiel nach vorn mit einer Kombiation, die ihm den vollen Punkt und der Mannschaft die 4:2-Führung einbrachte.
Das Ergebnis erhöhen sollte Ferdi Schumacher nach einem frühen Bauerngewinn. Er "verlor aber den Faden" und musste dem Gegner eine Figur für 2 Bauern abtreten. So reichte es nur zum Unentschieden, wodurch aber immerhin der Mannschaftssieg feststand.
Sebastian Rahe ging aus dem Mittelspiel mit materiellem Nachteil (Turm gegen Läufer und Springer) hervor. Als dann alles nach einem weiteren Remis aussah, lief er in eine Springergabel, so dass Rietberg noch ein "spätes Gegentor" kassierte.
F.S.
08.09.2019 Erste startet mit Sieg in Regionalliga
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Mit einem deutlichen 5,5:2,5-Sieg gegen Mitaufsteiger Gütersloher SV 2 ist die SG Turm Rietberg in die Regionalliga-Saison 2019/2020 gestartet und hat damit wichtige Punkte für den angetrebten Klassenerhalt gesammelt.

Ein Anekdötchen vorweg:
Seit dieser Saison wird auf Verbandsebene mit Inkrement (30 Sekunden Zeitaufschlag pro Zug) gespielt. Das hatte sich bis zum ersten Spieltag offenbar noch nicht bei allen Spielern herumgesprochen. Denn nach etwa einer Viertelstunde monierte ein Gütersloher Spieler plötzlich, dass die Uhr an seinem Brett nicht funktioniere. Tatsächlich zeigten beide Displays die Startzeit von 1:40 Stunden an - aber eben auch nur, weil beide Spieler bis dahin im Schnitt jeweils rund 30 Sekunden pro Zug verbraucht hatten. Nach kurzem Zureden (und Erheiterung im Raum) waren alle Unklarheiten beseitigt...

Der Anfang des Matches in der Sudtorschule fiel verhalten aus: Nacheinander fuhren der aus der zweiten Mannschaft nachgerückte Ferdi Schumacher (Brett 8) sowie Joel Kollenberg (6) und Herbert Langhorst (7) ohne allzu großes Spektakel je ein Remis nach Hause.
Der erste volle Punkt wurde am Spitzenbrett eingefahren - allerdings zur Überraschung aller für die Gäste. Gegen den gut 350 DWZ-Punkte schwächeren Gütersloher hatte Martin Funke eine gewohnt eigenwillige, aber absolut ordentliche Stellung erreicht, und alle (zumindest die heimischen) Beobachter dachten sich wohl: Lass'n mal, der knetet sich schon zum Sieg. Doch irgendwann sah sich Martin zu einem Qualitätsopfer genötigt, das allerdings nicht durchschlug. Den Materialvorteil nutzte der Gütersloher zum Sieg - den einzigen des Tages für seine Mannschaft.
Den Ausgleich besorgte Sven Behler (4), der einen gedeckten weißen Springer auf d6 einpflanzen konnte, während der Läufer des Gegners von a8 aus auf den eigenen blockierten Bauern c6 biss. Als Schwarz sich befreien wollte, schwenkten Svens Türme auf den Königsflügel und setzten in ohnehin besserer Stellung den schwarzen Monarchen kurz vor der Zeitkontrolle sogar matt.
David Austermeier (5) hatte durch eine schlichte, aber ergreifende Kombination zwei Läufer für einen Turm ergattert und befand sich auf der Siegerstraße, bevor er es noch einmal unnötig spannend machte. Zwei verbundene Gütersloher Freibauern auf dem Damenflügel ließen nichts Gutes erahnen, aber David spielte korrekt und konsequent im Zentrum mit seinen eigenen Bauern auf Gegenangriff und setzte sich schließlich durch.
Tja... und jetzt zu Oliver Flöttmann (3), der angesichts seiner Spielweise mit dem Begriff "Stehaufmännchen" nur unzureichend umschrieben ist. Nach der Eröffnung stand er (ähnlich wie im letzten Verbandsliga-Spiel gegen Verl) komplett breit, die Deckung seiner kurzen Rochade bestand aus den Bauern h6 und g6 - und selbst die waren irgendwann futsch. Aber Flötti gibt ja nicht auf, windet sich und findet (trotz verlorener Stellung) nervige Gegenwehr. Und dann will es der Gegner zu schön machen, verkombiniert sich, hat seinerseits zwar noch Schummelchancen, muss sich am Ende aber sogar mattsetzen lassen. Verrückte Partie...
Den Schlusspunkt setzte Cedric Kollenberg (2), der schon früh positionell klar besser stand und seinen Gegner zeitweise auf die hinteren drei Reihen zurückdrängte. Mit der Öffnung der Stellung drangen die weißen Rietberger Figuren geschickt ins gegnerische Lager ein. Es war zwar noch ein langer Weg, und es galt klärende Damentäusche zu vermeiden, aber am Ende konnte der Gütersloher - nicht zuletzt wegen eines kaltgestellten Läufers - den Rietberger Mattangriff nicht mehr abwehren.

Weiter geht es am 22. September beim Aufstiegsmitfavoriten SK Delbrück.
S.B.