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Artikel in der Kategorie '1. Mannschaft'

Erste unterliegt in Delbrück 15.03.2026
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Am Sonntag eines schachgefüllten Wochenendes ging es für unsere erste Mannschaft am zehnten und vorletzten Spieltag nach Delbrück. Noch am Vortag war der Schachklub zahlreich bei unserer Stadtmeisterschaft vertreten gewesen – und hatte uns dabei dankenswerterweise auch mit Spielmaterial unterstützt. Das Duell ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Liga, diesmal jedoch vorerst zum letzten Mal.

Während für uns weder Auf- noch Abstieg möglich war, stand für die Delbrücker bereits fest, dass es nicht zum Klassenerhalt reichen würde – schade, nicht zuletzt wegen der kurzen Anreise bei Auswärtsspielen. Immerhin hatten sie zuletzt ihren ersten Saisonsieg eingefahren – und sollten uns mit einem 4,5 : 3,5 kein besonders schönes Abschiedsgeschenk machen.

Den Auftakt bildete die Partie von Cedric Kollenberg (Brett 1). Aus einer symmetrischen Eröffnung heraus wurden früh viele Figuren getauscht, sodass sich eine ausgeglichene Stellung ergab und folgerichtig Remis vereinbart wurde.

Auch die zweite Punkteteilung ließ nicht lange auf sich warten, denn kurz darauf endete die Partie von Ludger Funke (7) ohne größere Aufregung ebenfalls Remis.

Alsbald folgte Sven Behler (2). Nachdem er seinen Gegner am Vortag bei der Stadtmeisterschaft noch mit Weiß besiegt hatte, trafen beide nun mit vertauschten Farben aufeinander. Ausgangs einer interessanten, aber ausgeglichenen Eröffnung einigte man sich nach dem 15. Zug auf Remis.

Zwischenstand: 1,5 : 1,5. Doch dann legte Delbrück vor:

Nach bisher starker Saison erwischte Julius Austermann (3) diesmal einen schwarzen Tag – und lief vor allem voll in die Vorbereitung seines Gegners. Sich nur dunkel an die Variante erinnernd, versuchte er die Stellung durch ein Bauernopfer zu vereinfachen, was jedoch nicht funktionierte. Bereits deutlich im Hintertreffen fand er keinen Zugang mehr zur Partie und konnte seinem Gegner keine Probleme mehr stellen. 2,5 : 1,5 für Delbrück.

Auf drei ausgeglichene Partien und eine klare Entscheidung folgte nun ein echtes Wechselbad der Gefühle – hier konnte alles passieren:

David Austermeier (5) hatte in der Eröffnung eine leicht ungenaue Variante gewählt und musste sich daher auf ein Endspiel mit zerrütteter Bauernstruktur einlassen. Immerhin stand ihm als Kompensation das Läuferpaar zur Verfügung. Nachdem sowohl Doppelbauern als auch ein Läufer abgetauscht worden waren, wurde der Punkt geteilt.

Auch Joel Kollenberg (8) geriet zunächst ins Hintertreffen und musste mit einem Minusbauern in ein Turmendspiel gehen. Der Aussage unseres Mannschaftsführers "Das wird er maximal Remis halten können." folgte wenig später "Wenn, einer gewinnt, dann Joel.", als dieser plötzlich selbst mit Mehrbauern am Drücker war. Aus Respekt vor dem weit vorgerückten gegnerischen Freibauern willigte aber auch er schließlich ins Remis ein.

Beim Stand von 3,5 : 2,5 sah es auf den zwei verbliebenen Brettern lange gar nicht schlecht für Rietberg aus – doch uns sollte heute kein voller Punkt vergönnt sein:

Oliver Flöttmann (4) eröffnete zunächst sehr passiv, was sein Gegner zu einem Angriff auf dem Königsflügel nutzte. Durch die entgegengesetzten Rochaden konnte Oliver jedoch druckvolles Gegenspiel entwickeln. Der Durchbruch wollte ihm trotz Nachdruck nicht gelingen; in der Folge ging sogar ein Bauer verloren. In schwieriger Stellung wurde auch diese Partie immerhin noch remisiert.

Stefan Hiller (6) konnte mit Schwarz von der Eröffnung bis ins Leichtfigurenendspiel mit starkem König, besseren Bauern sowie Springer und Läufer gegen zwei Springer einen komfortablen Vorteil behaupten. Nach einer Springergabel und dem damit verbundenen Läuferverlust wurde es jedoch unnötig spannend. Zwar ermöglichte ein weit vorgerückter Freibauer das unmittelbare Zurückgewinnen der Figur, doch das studienhafte Endspiel blieb lange vorteilhaft für den Gegner. Schlussendlich ließ dieser dann aber ein Dauerschach zum Remis zu.

So stand am Ende eine knappe 4,5 : 3,5 Niederlage zu Buche – bei nur einer entschiedenen Begegnung und sieben teils hart umkämpften Remispartien.

Die SG Turm Rietberg bleibt dank der besseren Brettpunkte auf dem vierten Tabellenplatz. Am 10. Mai steht der elfte und letzte Spieltag an. Zu Hause empfangen wir den auf Rang fünf liegenden SV Soest, den wir natürlich hinter uns lassen wollen.
J.A.
Erste mit 7,5:0,5-Kantersieg 15.02.2026
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Überzeugender kann man die letzten verbliebenen Abstiegsgespenster wohl nicht vertreiben: Mit einem satten 7,5:0,5 hat Rietbergs Erste ihr Heimspiel in der Südtorschule gegen ersatzgeschwächte Herforder Königsspringer gewonnen. Der Vollständigkeit halber muss gesagt sein, dass die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber an allen Brettern (bis auf das remisierte) teils klarer DWZ-Favorit waren, aber solche Zahlen muss man ja auch erst mal ummünzen – und dann noch in der Summe so deutlich!
Und das kam so:

Stefan Hiller (Brett 7) spielte eine feine positionelle Partie: Nach frühem Damentausch sah Weiß nach Raumgewinn am Damenflügel zunächst etwas besser aus. Stefan konnte jedoch sein Läuferpaar perfekt im Zentrum positionieren und drohte, damit die Initiative zu übernehmen, so dass sein Kontrahent im Bemühen, den bislang beschäftigungslosen Turm auf h1 durch Rochade zu aktivieren, zweizügig eine Figur und kurz darauf die Partie verlor. 1:0.

Das einzige Remis des Tages holte David Austermeier (6): Er kam optisch sehr gut aus der Eröffnung und konnte im Mittelstück mit einem geschickten Manöver seinen Läufer in der gegnerischen Stellung auf d6 platzieren. Als sich nach einigen präzisen Verteidigungszügen des Gegners dann aber die Damen tauschten, einigte man sich auf ein gerechtes Unentschieden. 1,5:0,5.

Oliver Flöttmann (5) kam mit aktivem Spiel aus der Eröffnung. Zwar war auf dem Königsflügel kein Durchkommen, doch letztlich reichte der Freibauer im Zentrum zum Punktgewinn.

Cedric Kollenberg (1) wählte eine scharfe Eröffnung und nahm einen Gambit-Bauern an. Nach einem frühen Damenabtausch konnte er seine Figuren aktiv positionieren und einen weiteren Bauern einsammeln. Ein taktischer Schlag mit Figurengewinn beschleunigte den Sieg. 3,5:0,5.

Den vierten vollen Punkt holte Sven Behler (3). Nach frühem Damentausch stand er mit Schwarz völlig bequem. Als der Herforder den ein oder anderen positionell ungenauen Zug einstreute, kippte die Partie dank aktiverer Figuren immer mehr zugunsten des Rietbergers, der am Ende ein sicher gewonnenes Endspiel auf dem Brett hatte.

Julius Austermann (4) drückte seinem Gegner von Beginn an die Rolle des Verteidigers auf – wie dieser es später selbst formulierte. Dann aber schenkte er unachtsam einen Bauern vorm eigenen Monarchen her und die Partie drohte zu kippen. Glücklicherweise konnte er den Fehler schnell ausgleichen und im Turmendspiel sogar wieder Vorteil erkämpfen, was schließlich siegreich verwertet wurde.

Herbert Langhorst (8) konnte mit Weiß seinem Gegenüber einen rückständigen Doppelbauern verpassen, der dessen Stellung zudem in zwei Hälften trennte. Dank Spiels auf beiden Flügeln brachte der Rietberger schließlich einen Freibauern durch. Mit der daraus folgenden Mehrqualität konnte er den schwarzen Widerstand brechen und einen Mattangriff starten, den sich der Herforder nicht mehr bis zum Ende zeigen lassen wollte. 6,5:0,5.

Den Schlusspunkt setzte Martin Funke (2), der eine seiner typischen Knet-Stellungen auf dem Brett hatte. Das Endspiel mit jeweils zwei Türmen, gleichfarbigem Läufer und ein paar Bauern schien bei flüchtiger Betrachtung bisweilen vielleicht leicht vorteilhaft, aber eine Gewinn-Idee sprang nicht ins Auge. Doch dank geduldigen Lavierens drang Martin schließlich mit einem Turm in die gegnerische Stellung ein, räumte entscheidende Bauern ab, und der Herforder gab auf.

Weiter geht es am 15. März beim benachbarten SK Delbrück, der parallel zu unserem Kantersieg im Kellerduell beim SK Kirchlengern trotz Unterzahl mit 6,5:1,5 siegte.
1.Mannschaft/S.B.
Erste verliert 3:5 in Gütersloh 01.02.2026
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In einem spannenden Mannschaftskampf ging es lange eng zu, doch am Ende setzten sich die in Top-Besetzung angetretenen Gütersloher knapp, aber verdient durch. Der Reihe nach:

Das erste Ergebnis steuerte David Austermeier an Brett 5 bei. Beide Kontrahenten sahen sich nicht im Vorteil und einigten sich nach der Eröffnung auf Remis. Die Analyse zeigte, dass die taktische Stellung durchaus Chancen auf beiden Seiten geboten hätte.

In einer eher ereignislosen Partie einigte sich Herbert Langhorst an Brett 7 ebenfalls mit seinem Gegner auf Remis. Die symmetrische Bauernstruktur und die sich abzeichnenden Abtäusche führten folgerichtig zu diesem Ergebnis. 1:1

Sven Behler (Brett 2) steuerte das dritte Unentschieden bei. Im Duell zweier Ex-Verler entwickelte sich eine zweischneidige Eröffnung – zunächst für den Gütersloher, dann zunehmend auch für den Rietberger zeitintensiv. Sven bot im 14. Zug Remis an, das der Gegner nach längerem Überlegen annahm.

An Brett 8 geriet Ferdi Schumacher im Mittelspiel zunehmend unter Druck. Er musste eine Qualität geben, und ein gedeckter Freibauer des Gegners am Damenflügel erwies sich schließlich als entscheidend – Aufgabe zum 1,5:2,5.

Cedric Kollenberg erarbeitete sich im Mittelspiel eine angenehme Stellung. Da die gegnerischen Figuren am Damenflügel gebunden waren, bereitete er einen Königsangriff vor. Eine gute Chance schätzte er jedoch falsch ein. In beiderseitiger Zeitnot kam es zu einem Massenabtausch, sodass auch hier am Ende "nur" ein Remis stand.

Julius Austermann konnte an Brett 3 zum 3:3 ausgleichen. Nachdem er sich das Läuferpaar gesichert hatte, schwächte er gezielt die weißen Felder, um seinem Läufer freie Wirkung zu verschaffen. Ein Tempogewinn beschleunigte den Druck weiter, und in zunehmender Zeitnot fand sein Gegner schließlich keine Verteidigung mehr.

Stefan Hiller sorgt traditionell für Spannung: Nach geschlossener Eröffnung wurde es schnell taktisch. In einer sehr unübersichtlichen Stellung entschied er sich für einen Turm auf der zweiten Reihe – optisch stark, aber konkret widerlegbar. Sein Gegner fand die richtige Fortsetzung und gewann im 41. Zug.

Zuletzt spielte noch Oliver Flöttmann (Brett 4). Ihm gelang es in der Eröffnung nicht, das Zentrum zu öffnen, wodurch er sehr passiv stand. Nach langem Lavieren ging ein Bauer verloren, und ohne ausreichendes Gegenspiel kippte auch diese Partie.

Mit einem ausgeglichenen Punktekonto (7:7) und noch drei ausstehenden Spielen werden wohl mindestens zwei weitere Mannschaftspunkte nötig sein, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Karnevalswochenende in zwei Wochen gegen Herford.
D.A.
Bittere Niederlage für die Erste gegen Lemgo 11.01.2026
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Die erste Mannschaft der SG Turm Rietberg ist mit einer 3:5?Niederlage ins neue Jahr gestartet. Gegen den Tabellennachbarn SV Königsspringer Lemgo entwickelte sich ein ausgeglichener Mannschaftskampf, an dessen Ende eine bittere, aber nicht unverdiente Niederlage stand.

Das erste Resultat wurde am 6. Brett notiert. Herbert Langhorst konnte seinen Anzugsvorteil nicht verteidigen und war froh, dass sein Gegenüber alle Vereinfachungen zuließ. Als dieser auch in ein Endspiel Läufer (für Herbert) gegen Springer abwickelte, witterte der Rietberger wieder Morgenluft. Nach der Schaffung eines entfernten Freibauern sah sich der Lemgoer genötigt, seinen Springer gegen diesen Bauern zu opfern. Die Stellung war jedoch nicht leicht zu gewinnen, da auf dem anderen Flügel ein Randbauer die falsche Farbe gehabt hätte. Da Herbert die teilweise studienartigen Abwicklungen nicht fand, endete die Partie remis. - 0,5:0,5

An Brett 1 strebte Cedric Kollenberg mit den schwarzen Steinen eine unausgeglichene Stellung an, in der der Lemgoer am Damenflügel sein Spiel suchte, während Cedric einen Königsangriff startete. In dynamischem Gleichgewicht bot sein Gegner Remis an, was Cedric nach längerer Bedenkzeit annahm. Im Nachhinein hätte hier jedoch weitergespielt werden sollen. - 1:1

Anschließend wurde auch Martin Funkes Partie (Brett 2) remis. In den üblichen Strukturen gelang es seinem Gegner, viele Figuren zu tauschen. Da Martin in der dann sehr ruhigen und ausgeglichenen Stellung keinen vorteilhaften Plan sah, nahm er das Remis-Angebot des Lemgoers an. - 1,5:1,5

An Brett 5 hatte sich David Austermeier mit einer geschickten Taktik aus der etwas gedrückten Stellung befreit. Nach beidseitigen Remis-Angeboten, die jeweils abgelehnt wurden, war David in den folgenden Zügen leider nicht präzise genug und musste einen Bauern geben, um ein Eindringen von Turm und Springer über f6 und die d-Linie zu verhindern. Schließlich nahm er das nächste Remis-Angebot in leicht schlechterer Stellung an. - 2:2

Elias Vögeler half heute am 8. Brett aus. Seinen Vorstoß am Damenflügel beantwortete der Gegner mit einem
Ludger startete in Topform ins neue Jahr
Ludger startete in Topform ins neue Jahr
Figurenaufmarsch in Richtung des weißen Monarchen. Elias verteidigte sich zwar zäh, konnte die Schwerfiguren aber schlussendlich nicht mehr abwehren. - 2:3

Ludger Funke (Brett 7) gelang heute der einzige Sieg und bestätigte damit seine gute Form vom Neujahrsblitz. Das zweite Brett der zweiten Mannschaft war jedoch zunächst in der Defensive und auch materiell im Nachteil. Nachdem allerdings der gefährliche Freibauer entfernt worden war, konnte Ludger seine Figuren aktiv vor dem gegnerischen König platzieren. Die vielversprechende Stellung wurde schließlich durch eine Familiengabel verwertet. - 3:3

Sven Behler (Brett 3) sah sich nach der Zeitkontrolle mit einem vorgerückten Lemgoer Bauern im Hintertreffen. Dennoch war die Stellung dank ungleichfarbiger Läufer haltbar – erst recht nach unnötig spektakulärem Spiel des Gegners. Im 46. Zug übersah Sven den direkten Remisweg; auch danach war die Partie mit zwei Bauern (Rietberg) gegen Läufer und Bauer (Lemgo) remis, bis Sven im 51. Zug komplett fehlgriff und aufgab. Bitter! - 3:4

Leider sollte es bei Oliver Flöttmann (Brett 4) ebenso bitter weitergehen. Er kam mit Mehrbauern, aber gedrückter Stellung aus der Eröffnung. Nach Rückgabe des Bauern konnte Oliver seine Stellung konsolidieren und eine aktive Position erreichen. Seinem Gegner gelang es
jedoch zunächst, in einem optisch vielversprechenden Endspiel mit Läufer gegen Springer und Bauern auf beiden Flügeln die entscheidenden Felder zu decken. Nach zwei Remis-Angeboten und einer Reklamation wegen angeblicher Stellungswiederholung griff sein Gegner fehl und erlaubte den Durchbruch. Oliver beantwortete den Fehlgriff aber leider mit einem Figuren-Einsteller, sodass die Partie verloren ging. - Endstand 3:5

In der Regionalliga belegt die Mannschaft weiterhin den 4. Tabellenplatz. Am nächsten Spieltag in drei Wochen (01.02.2026 ) geht es nach Gütersloh.
Text: C.K. Fotos: E.A.
Erste glücklich in Kirchlengern trotz Trauertag und doppelter Unterzahl! 16.11.2025
Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Oliver meinte noch im Chat am Samstag Mittag: Wie ist das noch am Volkstrauertag, gibt es mit der Anstoßzeit was zu beachten? „Wenn es um 13h losgeht, kann ich nicht.“ So war es denn auch, wie der Captain einer am Vortag vom gegnerischen Mannschaftsführer spät gesendeten mail entnehmen konnte. Oh weh, wo doch eh schon klar war, dass wir Brett 2 und 3 nicht würden besetzen können. Aber, allen Unkenrufen zum Trotz konnten dann doch alle verbliebenen sechs Turmrecken bei allerbestem Schachwetter den usseligen Weg in die ostwestfälische Provinz zum 5. Spieltag der Regionalliga antreten.

Zunächst sah es aber nicht so aus, als ob die zwei Nullen schnell aufzuholen sein würden.

Julius (Brett 4) lieferte sich einen überraschend unaufregenden Kampf mit seinem Gegenüber. Den optischen Vorteil auf weißer Seite bestehend aus Läuferpaar und besserer Bauernstruktur glich Julius mit starkem Springer und Druck über die halbgeöffnete b-Linie aus. Sein Gegner schätzte dies richtig ein und ließ ihm keine Möglichkeit aus überzogenem Spiel zu kontern. So ergab sich das erste ausgespielte Ergebnis - ein Remis, was die Rietberger Aufholjagd noch nicht in Fahrt bringen konnte.

Oliver (Brett 5), der zuvor schon angekündigt hatte, „mit Bleifinger“ spielen zu wollen, damit er trotz späten Spielbeginns zügig die Heimfahrt antreten könne (s.o.), ließ denn auch nach ausgeglichener Eröffnung und mehr oder weniger unaufgeregter Mittelspielstellung schnell das nächste Remis folgen.

Dann der erste volle Punktgewinn für die Türme: An Brett 7 verlor Stefans Gegner, als es nach zunächst geschlossener Eröffnung doch etwas wuselig wurde, zuerst den Überblick und dann eine Figur gegen zwei Bauern durch Gabelung. Im sich schnell entwickelnden Endspiel musste der gegnerische Monarch den weit entfernten Freibauern auf der a-Line bewachen, so dass sich Stefans Mehrspringer genüsslich & gewinnbringend durch die schwarze Bauernlandschaft fressen konnte: Zwischenstand 3:2.


An Brett 8 sah es dann zwischendurch nochmal brenzlig aus: Herbert befand sich mit den schwarzen Figuren nach beidseitigen Fehlkalkulationen in einer Druckstellung, die sehr bedrohlich wirkte. Nachdem er das Gröbste abwehren konnte, nutzte er eine vermeintliche Fesselung seines Springers für einen Qualitätsgewinn, da er diesen mit Angriff auf die gegnerische Dame und anschließenden Zwischenschach doch bewegen konnte. Das folgende Endspiel ließ sich leicht verwerten: Ausgleich 3:3!

Am Spitzenbrett spielte Cedric mit weiß eine Spitzenpartie: Er konnte im Mittelspiel die gegnerischen Figuren lähmen. Trotz Damentausch wurde der schwarze Monarch unter Beschuss genommen und der Gegner erlaubte sogar ein feines Matt auf g4 mit weißem Bauer nach h3. Das bedeutete die Rietberger Führung mit 3:4!

An Sechs hatte David inzwischen ein angenehm zu spielendes, aber objektiv ausgeglichenes Doppelturmendspiel auf dem Brett. Eine Unachtsamkeit des Gegners brachte einen Bauern ein. Diesen Vorteil verwertete David dann souverän, denn als der generische Freibauer auf die siebte Reihe zog, war das Matt nicht mehr zu verhindern.

So stand es zu gutem Schluss 5:3 für die Türme - was für ein grandioser Spieltag! Weiter geht es erst im neuen Jahr gegen Lemgo, denn die nächste Runde ist für uns spielfrei.
S.H. & die Mannschaft