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Artikel in der Kategorie '1. Mannschaft'
| Erster Mannschaftssieg der Ersten | 11.10.2026 |
| Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0 | |
| Am 2.Spieltag der Regionalliga kam es zum Nachbarschaftsduell mit dem Rhedaer SV, und trotz Abwesenheit der Brüder Kollenberg, waren die Türme motiviert, es der Zwoten geichzutun und den ersten Mannschaftssieg einzufahren. Herbert Langhorst (Brett 7) trat mit den schwarzen Steinen gegen den Schachveteranen und frischen Bundesverdienstkreuzträger Rigobert Ophoff an. Nach einer ereignisarmen Eröffnungsphase - in der früh die Damen getauscht wurden - einigte man sich auf die Punkteteilung, da beiderseits keine Gewinnführung in Sicht war. Damit das erste Resultat des Tages: 0,5-0,5. Stefan Hillers Partie an Brett 6 war in reichlich geschlossener Stellung Dank des umsichtigen Spiels seines jungen Kontrahenten lange bis nach Damentausch ausgeglichen. Dann ermöglichte ein ungenauer Turmzug seines Gegners die entscheidende Stellungsöffnung mit Drohungen gegen den schwarzen Monarchen, der sich kurz darauf in ein Mattnetz verstrickt sah. Führung für die Türme: 1,5-0,5 Oliver Flöttmann konnte an Brett 5 durch den passiven Aufbau des Gegners wichtige Felder kontrollieren und mit einem Bauern-Vormarsch auf dem Damenflügel weiße Figuren auf die Grundreihe zurücktreiben. Als sich ein Figurengewinn abzeichnete, reichte ihm sein Gegner die Hand. Das sah jetzt schon gut aus: 2,5-0,5 Ludger Funke als Vertretung erspielte sich an 8 mit weiß einen hübschen Stellungsvorteil, den er zu einem Königsangriff nutzte, verbrauchte aber leider so viel Zeit, dass seine Klappe fiel. Rückschlag 2,5-1,5 Sein Bruder Martin Funke an Brett 2 machte typische "Martinsachen" und erdrosselte seinen Gegner förmlich in einer schönen positionellen Partie. Der frühe Tausch zweier Leichtfigurenpaare sowie der Damen vergrößerte dabei keineswegs die Remisbreite. Den leichten Vorteil durch zwei statt drei Bauerninseln und die für ihn halboffene a-Linie baute er so weit aus, dass sich die schwarzen Figuren seines Gegenübers alsbald auf der eigenen Grundreihe versammelt fanden und nicht mehr in der Lage waren, die Stellung zusammenzuhalten. Souverän verwandelt zum 3,5-1,5. Auch Julius Austermann (Brett 3) suchte und fand seinen Vorteil über die hier offene a-Linie. Zunächst schloss er das Zentrum, dann schwenkten alle Schwerfiguren am unrochierten König vorbei mit dem Ziel, die schwachen Bauern auf der anderen Seite anzugreifen. Sein Gegner unterbrach die Ambitionen, Gegenspiel am Königsflügel aufzubauen, konnte seine Bauern aber trotzdem nicht verteidigen. Julius, bedacht darauf, nicht in Zeitnot zu geraten, sicherte sich erst den Zeitaufschlag und verwertete dann zum Mannschaftssieg: 4,5-1,5. Tagesziel erfüllt, Mannschaftssieg sicher 4,5-1,5 David Austermeier hatte sich an Brett 4 eine schöne Stellung mit Mehrbauern und besserer Bauernstruktur erarbeitet. Im Endspiel mit jeweils zwei Türmen und einem Springer zeigte sich allerdings auf beiden Seiten, dass die Springer extrem gefährlich sein können. So musste David erst die Qualität geben, nur um dann mit seinem Springer wieder einige Bauern einzusammeln. Den letzten Fehler der Partie machte er aber auch: plötzlich war der schwarze Bauer auf d2 nicht mehr aufzuhalten und so folge schließlich die Aufgabe in einer Partie mit vielen Wendungen. 4,5-2,5 Zum guten Schluss kämpfte noch Sven Behler an Brett 1. Nachdem sein Gegner am Damenflügel aufmarschiert war, gelang es Sven am Königsflügel Linien zu öffnen und aussichtsreich die Initiative zu übernehmen. Doch dann übersah er erst einen Bauerngewinn und stellte dann seinerseits pünktlich zur Zeitkontrolle einen Landwirt ein, später ging ein zweiter flöten. Das Turm-Springer-Endspiel kämpfte er tapfer weiter, musste sich aber nach fünf Stunden im 68. Zug geschlagen geben. Endstand 4,5-3,5. Weiter geht es am 8.11. auswärts gegen Lieme 2. |
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| S.H. | |
| Erste macht Stolperei komplett | 20.09.2026 |
| Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0 | |
| Einen schlechten Start in die neue Saison hat - nach Niederlagen der zweiten und der dritten Mannschaft - auch Rietbergs Erste in der Regionalliga erwischt. Beim Auswärtsspiel gegen den SV Soest I unterlag sie durchaus unglücklich mit 3:5. Den Auftakt machte Herbert (Brett 8): Mit den schwarzen Steinen konnte er die seltene Eröffnung seines Gegenübers neutralisieren und man einigte sich in symmetrischer Bauernstellung und ausgeglichener Position auf Remis. Den einzigen Rietberger Sieg holte danach Sven (2), obwohl er sich ausgangs der Eröffnung in schlechterer Stellung wähnte. Doch die Engine hielt die Partie später – trotz raumgreifenden Soester Läuferpaars und etwas passiver Rietberger Stellung – für ausgeglichen. Als der Heimspieler die Sache verschärfen wollte, rannte er umgehend in eine taktische Widerlegung, verlor Figur gegen Bauer und gab kurz darauf auf. Cedric (1) suchte derweil in geschlossener Stellung sein Spiel am Damenflügel, während sein Gegner versuchte, den Königsflügel zu öffnen. Nach einer dynamischen Abwicklung entstand ein Endspiel mit zwei Türmen und Dame, in dem Cedric keinen wirklichen Vorteil sah und direkt nach Svens Sieg Remis bot. 2:1 für uns! Julius (3) kam mit einer ausgeglichenen, aber zweischneidigen Stellung aus der Eröffnung. Ein langsamer Zug seines Gegners erlaubte ihm, trotz der geschlossenen Stellung Druck auf den König aufzubauen. Er fand zwar die richtige Idee, seine beiden Türme gegen Dame plus Landwirt zu tauschen, schloss dann aber seine verbliebene Leichtfigur hinter den eigenen Bauern ein. Allein konnte seine Dame gegen die schwarzen Figuren nicht genug ausrichten und er gab auf. An Brett 4 konnte David mit den schwarzen Steinen die Eröffnung noch ausgeglichen gestalten. Als er dann einen Durchbruch auf b5 erzwingen wollte, zog der gegnerische a-Bauer vorbei und wurde zur gefährlichen Waffe. Im Turmendspiel musste sich schließlich der Turm gegen den gefährlichen Freibauern opfern. Die zwei dafür gewonnenen Bauern waren schlicht nicht ausreichend – Aufgabe. 2:3. Oliver (5) hatte ausgangs der Eröffnung einen Gambit-Bauern mehr und komfortables Spiel. Nachdem je eine Leichtfigur geblieben war und Oliver den aktivieren König hatte, hatte er das Momentum auf seiner Seite. Eine geschickte Abwicklung des Gegners mit Figurenopfer führte jedoch dazu, dass alle Bauern vom Brett verschwanden und ein Läufer blieb – Remis. Stefan an 6 mit Schwarz hatte noch bei der Hinfahrt mit Herbert darüber gesprochen, dass in der Drachenvariante jedes Tempo zählt und bummelte dann in selbiger ein bisschen, so dass sein Gegner einen Bauern und starke Initiative bekam. Allerdings konnte Stefan nach ein paar unpräzisen Zügen des Weißen einen gefährlichen Gegenangriff starten und bekam einen Turm gegen Springer und zwei Bauern. In dem komplizierten Endspiel jedoch erwies sich Stefans Stellung als zu schwer zu verteidigen, und so musste er nach fast fünfstündigem Kampf seinem Gegner die Hand reichen. 2,5:4,5. Joel an Brett 7 wurde in der Eröffnung mit einem Lettischen Gambit überrascht, konnte aber zunächst gut den geringen Schutz des gegnerischen Königs ausnutzen. Eine Springergabel brachte ihm zudem eine Qualität ein; sein Kontrahent entschied sich jedoch scharfsinnig dafür, noch die zweite Qualität herzugeben und dafür großes Angriffspotenzial auszuschöpfen. Das Endspiel gestaltete sich daher unangenehm für Joel, doch ein starker b-Bauer gereichte ihm letztlich zum Remis. Weiter geht es am 11. Oktober in der Südtorschule gegen den Rhedaer SV. |
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| S.B./1.Mannschaft | |
| Erste Mannschaft beendet Saison mit Unentschieden gegen Soest | 10.05.2026 |
| Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 1 | |
| Bereits vor Beginn der Partien stand ein 0:1 - Rückstand aufgrund einer krankheitsbedingten Absage fest. Das erste ausgespielte Ergebnis war dann an Brett 1 zu melden. Cedric Kollenberg wurde in der Eröffnung überrascht und wählte in der Folge einen ungenauen Aufbau. In gedrückter Stellung wollte er einen Figurentausch forcieren, bei dem es sich jedoch um einen Einsteller handelte. Im Duell der Ersatzspieler an Brett 8 wurden die Theoriekenntnisse auf die Probe gestellt. In der extrem scharfen Variante musste Michael Schalk seinen König nach einem Springerschach unrochiert lassen, aber auch die lange Rochade des Gegners wies - ob der bereits vorangestürmten Bauern - einige Lücken auf. Am Ende war aber doch der weiße König derjenige, dem es an den Kragen ging - 0:3. Nun brauchte man schon viel Optimismus, um sich noch etwas Zählbares vorzustellen, doch die verbleibenden Partien sahen allesamt vielversprechend aus. Den ersten vollen Punkt des Tages steuerte David Austermeier (5) bei. Sein Gegner hatte unbedacht die lange Diagonale des Läufers geöffnet und musste somit einen Bauern und eine Qualität abgeben. Zwischenzeitlich orchestrierte er noch geschickt Gegenspiel, aber dank solider Verteidigung und dem passenden taktischen Schlag behielt David einen Turm mehr auf dem Brett. Anschluss - 1:3. Stefan Hiller an Brett 6 gewann in der Eröffnung einen Bauern. Allerdings hielt sein Gegner die Stellung geschickt geschlossen und blockierte den Damenflügel. Stefan rechnete lange an dem einzigen Bauernhebel am Königsflügel herum, verlor jedoch nach einer irritierenden Reposte seines Kontrahenten das Vertrauen in seine eigentlich immer noch komfortabel vorteilhafte Stellung und remisierte mit Dauerschach. Angenehm stand auch Julius Austermann (3), der in der Eröffnung erst den Ausgleich erreichen konnte und dann mehr und mehr die Kontrolle über die Partie gewann. In seine aktive Stellung investierte er viel Zeit, fand dabei aber keine wirklich vorteilhafte Fortsetzung. Mit wenig Zeit auf der Uhr wickelte er ein Turmendspiel ab, das aber keine Gewinnchancen mehr bot - Remis und 2:4. An Brett 7 spielte Herbert Langhorst mit den schwarzen Steinen eine strategisch überzeugende Partie. Bereits in der Eröffnung gelang es ihm, den Gegner in seiner Entwicklung empfindlich zu stören, sodass dessen Figuren lange unkoordiniert blieben. Den daraus entstandenen Druck hielt Herbert konsequent aufrecht und nutzte die bessere Stellung schließlich zum Übergang in ein gewonnenes Turmendspiel. Mit diesem wichtigen Sieg in der vorletzten beendeten Partie verkürzte er für die Türme auf 3:4. ![]() „Mit einer ausgeglichenen Punktebilanz und Rang fünf - in der oberen Hälfte der Abschlusstabelle - haben wir in dieser Saison ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis erreicht“, zeigte sich der Mannschaftsführer zufrieden mit der Saisonbilanz. |
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| D.A. | |
| Erste unterliegt in Delbrück | 15.03.2026 |
| Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 1 | |
| Am Sonntag eines schachgefüllten Wochenendes ging es für unsere erste Mannschaft am zehnten und vorletzten Spieltag nach Delbrück. Noch am Vortag war der Schachklub zahlreich bei unserer Stadtmeisterschaft vertreten gewesen – und hatte uns dabei dankenswerterweise auch mit Spielmaterial unterstützt. Das Duell ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Liga, diesmal jedoch vorerst zum letzten Mal. Während für uns weder Auf- noch Abstieg möglich war, stand für die Delbrücker bereits fest, dass es nicht zum Klassenerhalt reichen würde – schade, nicht zuletzt wegen der kurzen Anreise bei Auswärtsspielen. Immerhin hatten sie zuletzt ihren ersten Saisonsieg eingefahren – und sollten uns mit einem 4,5 : 3,5 kein besonders schönes Abschiedsgeschenk machen. Den Auftakt bildete die Partie von Cedric Kollenberg (Brett 1). Aus einer symmetrischen Eröffnung heraus wurden früh viele Figuren getauscht, sodass sich eine ausgeglichene Stellung ergab und folgerichtig Remis vereinbart wurde. Auch die zweite Punkteteilung ließ nicht lange auf sich warten, denn kurz darauf endete die Partie von Ludger Funke (7) ohne größere Aufregung ebenfalls Remis. Alsbald folgte Sven Behler (2). Nachdem er seinen Gegner am Vortag bei der Stadtmeisterschaft noch mit Weiß besiegt hatte, trafen beide nun mit vertauschten Farben aufeinander. Ausgangs einer interessanten, aber ausgeglichenen Eröffnung einigte man sich nach dem 15. Zug auf Remis. Zwischenstand: 1,5 : 1,5. Doch dann legte Delbrück vor: Nach bisher starker Saison erwischte Julius Austermann (3) diesmal einen schwarzen Tag – und lief vor allem voll in die Vorbereitung seines Gegners. Sich nur dunkel an die Variante erinnernd, versuchte er die Stellung durch ein Bauernopfer zu vereinfachen, was jedoch nicht funktionierte. Bereits deutlich im Hintertreffen fand er keinen Zugang mehr zur Partie und konnte seinem Gegner keine Probleme mehr stellen. 2,5 : 1,5 für Delbrück. Auf drei ausgeglichene Partien und eine klare Entscheidung folgte nun ein echtes Wechselbad der Gefühle – hier konnte alles passieren: David Austermeier (5) hatte in der Eröffnung eine leicht ungenaue Variante gewählt und musste sich daher auf ein Endspiel mit zerrütteter Bauernstruktur einlassen. Immerhin stand ihm als Kompensation das Läuferpaar zur Verfügung. Nachdem sowohl Doppelbauern als auch ein Läufer abgetauscht worden waren, wurde der Punkt geteilt. Auch Joel Kollenberg (8) geriet zunächst ins Hintertreffen und musste mit einem Minusbauern in ein Turmendspiel gehen. Der Aussage unseres Mannschaftsführers "Das wird er maximal Remis halten können." folgte wenig später "Wenn, einer gewinnt, dann Joel.", als dieser plötzlich selbst mit Mehrbauern am Drücker war. Aus Respekt vor dem weit vorgerückten gegnerischen Freibauern willigte aber auch er schließlich ins Remis ein. Beim Stand von 3,5 : 2,5 sah es auf den zwei verbliebenen Brettern lange gar nicht schlecht für Rietberg aus – doch uns sollte heute kein voller Punkt vergönnt sein: Oliver Flöttmann (4) eröffnete zunächst sehr passiv, was sein Gegner zu einem Angriff auf dem Königsflügel nutzte. Durch die entgegengesetzten Rochaden konnte Oliver jedoch druckvolles Gegenspiel entwickeln. Der Durchbruch wollte ihm trotz Nachdruck nicht gelingen; in der Folge ging sogar ein Bauer verloren. In schwieriger Stellung wurde auch diese Partie immerhin noch remisiert. Stefan Hiller (6) konnte mit Schwarz von der Eröffnung bis ins Leichtfigurenendspiel mit starkem König, besseren Bauern sowie Springer und Läufer gegen zwei Springer einen komfortablen Vorteil behaupten. Nach einer Springergabel und dem damit verbundenen Läuferverlust wurde es jedoch unnötig spannend. Zwar ermöglichte ein weit vorgerückter Freibauer das unmittelbare Zurückgewinnen der Figur, doch das studienhafte Endspiel blieb lange vorteilhaft für den Gegner. Schlussendlich ließ dieser dann aber ein Dauerschach zum Remis zu. So stand am Ende eine knappe 4,5 : 3,5 Niederlage zu Buche – bei nur einer entschiedenen Begegnung und sieben teils hart umkämpften Remispartien. Die SG Turm Rietberg bleibt dank der besseren Brettpunkte auf dem vierten Tabellenplatz. Am 10. Mai steht der elfte und letzte Spieltag an. Zu Hause empfangen wir den auf Rang fünf liegenden SV Soest, den wir natürlich hinter uns lassen wollen. |
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| J.A. | |
| Erste mit 7,5:0,5-Kantersieg | 15.02.2026 |
| Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0 | |
| Überzeugender kann man die letzten verbliebenen Abstiegsgespenster wohl nicht vertreiben: Mit einem satten 7,5:0,5 hat Rietbergs Erste ihr Heimspiel in der Südtorschule gegen ersatzgeschwächte Herforder Königsspringer gewonnen. Der Vollständigkeit halber muss gesagt sein, dass die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber an allen Brettern (bis auf das remisierte) teils klarer DWZ-Favorit waren, aber solche Zahlen muss man ja auch erst mal ummünzen – und dann noch in der Summe so deutlich! Und das kam so: Stefan Hiller (Brett 7) spielte eine feine positionelle Partie: Nach frühem Damentausch sah Weiß nach Raumgewinn am Damenflügel zunächst etwas besser aus. Stefan konnte jedoch sein Läuferpaar perfekt im Zentrum positionieren und drohte, damit die Initiative zu übernehmen, so dass sein Kontrahent im Bemühen, den bislang beschäftigungslosen Turm auf h1 durch Rochade zu aktivieren, zweizügig eine Figur und kurz darauf die Partie verlor. 1:0. Das einzige Remis des Tages holte David Austermeier (6): Er kam optisch sehr gut aus der Eröffnung und konnte im Mittelstück mit einem geschickten Manöver seinen Läufer in der gegnerischen Stellung auf d6 platzieren. Als sich nach einigen präzisen Verteidigungszügen des Gegners dann aber die Damen tauschten, einigte man sich auf ein gerechtes Unentschieden. 1,5:0,5. Oliver Flöttmann (5) kam mit aktivem Spiel aus der Eröffnung. Zwar war auf dem Königsflügel kein Durchkommen, doch letztlich reichte der Freibauer im Zentrum zum Punktgewinn. Cedric Kollenberg (1) wählte eine scharfe Eröffnung und nahm einen Gambit-Bauern an. Nach einem frühen Damenabtausch konnte er seine Figuren aktiv positionieren und einen weiteren Bauern einsammeln. Ein taktischer Schlag mit Figurengewinn beschleunigte den Sieg. 3,5:0,5. Den vierten vollen Punkt holte Sven Behler (3). Nach frühem Damentausch stand er mit Schwarz völlig bequem. Als der Herforder den ein oder anderen positionell ungenauen Zug einstreute, kippte die Partie dank aktiverer Figuren immer mehr zugunsten des Rietbergers, der am Ende ein sicher gewonnenes Endspiel auf dem Brett hatte. Julius Austermann (4) drückte seinem Gegner von Beginn an die Rolle des Verteidigers auf – wie dieser es später selbst formulierte. Dann aber schenkte er unachtsam einen Bauern vorm eigenen Monarchen her und die Partie drohte zu kippen. Glücklicherweise konnte er den Fehler schnell ausgleichen und im Turmendspiel sogar wieder Vorteil erkämpfen, was schließlich siegreich verwertet wurde. Herbert Langhorst (8) konnte mit Weiß seinem Gegenüber einen rückständigen Doppelbauern verpassen, der dessen Stellung zudem in zwei Hälften trennte. Dank Spiels auf beiden Flügeln brachte der Rietberger schließlich einen Freibauern durch. Mit der daraus folgenden Mehrqualität konnte er den schwarzen Widerstand brechen und einen Mattangriff starten, den sich der Herforder nicht mehr bis zum Ende zeigen lassen wollte. 6,5:0,5. Den Schlusspunkt setzte Martin Funke (2), der eine seiner typischen Knet-Stellungen auf dem Brett hatte. Das Endspiel mit jeweils zwei Türmen, gleichfarbigem Läufer und ein paar Bauern schien bei flüchtiger Betrachtung bisweilen vielleicht leicht vorteilhaft, aber eine Gewinn-Idee sprang nicht ins Auge. Doch dank geduldigen Lavierens drang Martin schließlich mit einem Turm in die gegnerische Stellung ein, räumte entscheidende Bauern ab, und der Herforder gab auf. Weiter geht es am 15. März beim benachbarten SK Delbrück, der parallel zu unserem Kantersieg im Kellerduell beim SK Kirchlengern trotz Unterzahl mit 6,5:1,5 siegte. |
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| 1.Mannschaft/S.B. | |
