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Cedric Kollenberg verteidigt Stadtmeister-Titel 24.03.2026
Kategorie: Stadtmeisterschaften | Kommentare: 0
Die 27. Offenen Rietberger Stadtmeisterschaften im Schnellschach sind entschieden. 64 Teilnehmer – darunter sechs frühere Turniersieger – kämpften um den Titel des Rietberger Stadtmeisters 2026. Neben zahlreichen Spielern aus acht Vereinen traten auch acht Hobbyspieler an, die teils beachtliche Ergebnisse erzielten. Auch viele junge Schachfreunde nutzten die Gelegenheit, erste Turniererfahrungen zu sammeln oder diese zu vertiefen.

Nach der Begrüßung durch Rietbergs Ortsvorsteher Bertwald Adrian und den Vorsitzenden der SG Turm Rietberg, Ferdinand Schumacher, starteten sieben spannende Runden mit jeweils fünfzehn Minuten Bedenkzeit pro Spieler. Gespielt wurde nach dem Schweizer System. In den Pausen standen kühle Getränke, Kaffee und Kuchen für Spieler und Zuschauer bereit.

Von Beginn an ließ Cedric Kollenberg keinen Zweifel daran, dass er seinen Titel verteidigen wollte. Mit sieben Siegen aus sieben Partien blieb er ungeschlagen und erhielt am Ende verdient den Wanderpokal. Platz zwei ging – wie schon im Vorjahr – an Oliver Flöttmann.

Dritter und damit bester Gastspieler wurde Thomas Biernath (Rhedaer SV / 5,5 Punkte), punktgleich mit Meinolf Kemper (SK Delbrück). Platz fünf belegte Frank Seliger (Gütersloher SV / 5,0 Punkte). Ebenfalls fünf Punkte erreichten Julius Austermann (Turm Rietberg) und Nico Glatt (SK Stukenbrock).

Sonderwertungen

Bester Senior (Ü70):
Rigobert Ophoff (Rhedaer SV / 4,5 Punkte).
Der 94-Jährige bewies eindrucksvoll, dass man Schach bis ins hohe Alter erfolgreich spielen kann.

Bester Jugendlicher (U16):
Alexander Döding (Rhedaer SV / 4,5 Punkte)
Bester Jugendlicher (U12)
Hannes Ullrich (SG Turm Rietberg /2,5 Punkte)

Beste Hobbyspieler:
Werner Fechner und Jan Penner (jeweils 5,0 Punkte).
Bei den Jugendlichen: Jonas Vögeler (3,0 Punkte).

Bei der abschließenden Siegerehrung gab es Pokale für die Sieger, alle Teilnehmer erhielten zudem Sachpreise.

Die Schachgemeinschaft Turm Rietberg bedankt sich herzlich bei ihren Unterstützern:
Stadt Rietberg, Sparkasse Gütersloh-Rietberg, Edeka-Center Lüning, Backhaus Liening, Kaffeerösterei EOS.
E.A.
Bei der Zweiten lief es rund 22.03.2026
Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Das lief diesmal richtig rund. Zwar konnte die Zweite von Turm Rietberg nur ersatzgeschwächt zum Tabellennachbarn Heepen II reisen, doch an den Brettern zeigte sich schnell, dass am Rietberger Sieg kaum Zweifel bestehen würde. Am Ende stand ein klarer 5,5:2,5-Erfolg.

An Brett 2 fiel bereits früh die erste Entscheidung: Ferdi Schumacher erreichte mit den schwarzen Steinen mühelos Ausgleich. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren und einer symmetrischen Bauernstruktur war jedoch nicht mehr als ein Remis drin.

Für eine Überraschung sorgte Werner Martinschledde an Brett 8. Ihm gelang es, dem gegnerischen König die Rochade zu verwehren und anschließend durch ein Abzugsschach einen Springer zu gewinnen. Der Gegner gab daraufhin auf.

Den zweiten vollen Punkt steuerte Elias Vögeler an Brett 3 bei. Er störte die gegnerische Entwicklung empfindlich und trieb einen Bauern auf der f-Linie weit voran. Dadurch entstanden starke Angriffsmöglichkeiten auf dem Königsflügel, die schließlich zum durchschlagenden Erfolg führten.

Den einzigen Rietberger Partieverlust musste Eberhard Austermann an Brett 7 hinnehmen. Nach einem weitgehend ausgeglichenen Mittelspiel verlor er einen Bauern; ein Zeitproblem führte schließlich zu einem vorzeitigen Ende der Partie. Zwischenstand: 2,5:1,5.

Für den Ausbau der Führung sorgte Ludger Funke am Spitzenbrett. In seiner Leib- und Mageneröffnung verschaffte er sich dank eines starken Zentrums deutlichen Raumvorteil und konnte zum Angriff übergehen. Dabei gewann er Material und schließlich die Partie.

Inzwischen war auch Michael Schalk (Brett 5) auf die Siegerstraße eingebogen. Er nutzte einen Fehler seines Gegners zu positionellem Übergewicht und Bauerngewinn. Als neben den Königen nur noch eine Leichtfigur und wenige Bauern auf dem Brett standen, war der Gewinn der Partie – und damit des Mannschaftskampfes – gesichert.

An den Brettern 4 und 6 saßen Christian Ströhmeier und Yuyang Chen noch in komplexen, ausgeglichenen Stellungen. Angesichts des klaren Spielstandes einigte man sich in beiden Partien auf Remis. Die Turm-Spieler freuten sich, bereits vor Ablauf von drei Stunden die Heimreise antreten zu können.
F.S.
Erste unterliegt in Delbrück 15.03.2026
Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Am Sonntag eines schachgefüllten Wochenendes ging es für unsere erste Mannschaft am zehnten und vorletzten Spieltag nach Delbrück. Noch am Vortag war der Schachklub zahlreich bei unserer Stadtmeisterschaft vertreten gewesen – und hatte uns dabei dankenswerterweise auch mit Spielmaterial unterstützt. Das Duell ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Liga, diesmal jedoch vorerst zum letzten Mal.

Während für uns weder Auf- noch Abstieg möglich war, stand für die Delbrücker bereits fest, dass es nicht zum Klassenerhalt reichen würde – schade, nicht zuletzt wegen der kurzen Anreise bei Auswärtsspielen. Immerhin hatten sie zuletzt ihren ersten Saisonsieg eingefahren – und sollten uns mit einem 4,5 : 3,5 kein besonders schönes Abschiedsgeschenk machen.

Den Auftakt bildete die Partie von Cedric Kollenberg (Brett 1). Aus einer symmetrischen Eröffnung heraus wurden früh viele Figuren getauscht, sodass sich eine ausgeglichene Stellung ergab und folgerichtig Remis vereinbart wurde.

Auch die zweite Punkteteilung ließ nicht lange auf sich warten, denn kurz darauf endete die Partie von Ludger Funke (7) ohne größere Aufregung ebenfalls Remis.

Alsbald folgte Sven Behler (2). Nachdem er seinen Gegner am Vortag bei der Stadtmeisterschaft noch mit Weiß besiegt hatte, trafen beide nun mit vertauschten Farben aufeinander. Ausgangs einer interessanten, aber ausgeglichenen Eröffnung einigte man sich nach dem 15. Zug auf Remis.

Zwischenstand: 1,5 : 1,5. Doch dann legte Delbrück vor:

Nach bisher starker Saison erwischte Julius Austermann (3) diesmal einen schwarzen Tag – und lief vor allem voll in die Vorbereitung seines Gegners. Sich nur dunkel an die Variante erinnernd, versuchte er die Stellung durch ein Bauernopfer zu vereinfachen, was jedoch nicht funktionierte. Bereits deutlich im Hintertreffen fand er keinen Zugang mehr zur Partie und konnte seinem Gegner keine Probleme mehr stellen. 2,5 : 1,5 für Delbrück.

Auf drei ausgeglichene Partien und eine klare Entscheidung folgte nun ein echtes Wechselbad der Gefühle – hier konnte alles passieren:

David Austermeier (5) hatte in der Eröffnung eine leicht ungenaue Variante gewählt und musste sich daher auf ein Endspiel mit zerrütteter Bauernstruktur einlassen. Immerhin stand ihm als Kompensation das Läuferpaar zur Verfügung. Nachdem sowohl Doppelbauern als auch ein Läufer abgetauscht worden waren, wurde der Punkt geteilt.

Auch Joel Kollenberg (8) geriet zunächst ins Hintertreffen und musste mit einem Minusbauern in ein Turmendspiel gehen. Der Aussage unseres Mannschaftsführers "Das wird er maximal Remis halten können." folgte wenig später "Wenn, einer gewinnt, dann Joel.", als dieser plötzlich selbst mit Mehrbauern am Drücker war. Aus Respekt vor dem weit vorgerückten gegnerischen Freibauern willigte aber auch er schließlich ins Remis ein.

Beim Stand von 3,5 : 2,5 sah es auf den zwei verbliebenen Brettern lange gar nicht schlecht für Rietberg aus – doch uns sollte heute kein voller Punkt vergönnt sein:

Oliver Flöttmann (4) eröffnete zunächst sehr passiv, was sein Gegner zu einem Angriff auf dem Königsflügel nutzte. Durch die entgegengesetzten Rochaden konnte Oliver jedoch druckvolles Gegenspiel entwickeln. Der Durchbruch wollte ihm trotz Nachdruck nicht gelingen; in der Folge ging sogar ein Bauer verloren. In schwieriger Stellung wurde auch diese Partie immerhin noch remisiert.

Stefan Hiller (6) konnte mit Schwarz von der Eröffnung bis ins Leichtfigurenendspiel mit starkem König, besseren Bauern sowie Springer und Läufer gegen zwei Springer einen komfortablen Vorteil behaupten. Nach einer Springergabel und dem damit verbundenen Läuferverlust wurde es jedoch unnötig spannend. Zwar ermöglichte ein weit vorgerückter Freibauer das unmittelbare Zurückgewinnen der Figur, doch das studienhafte Endspiel blieb lange vorteilhaft für den Gegner. Schlussendlich ließ dieser dann aber ein Dauerschach zum Remis zu.

So stand am Ende eine knappe 4,5 : 3,5 Niederlage zu Buche – bei nur einer entschiedenen Begegnung und sieben teils hart umkämpften Remispartien.

Die SG Turm Rietberg bleibt dank der besseren Brettpunkte auf dem vierten Tabellenplatz. Am 10. Mai steht der elfte und letzte Spieltag an. Zu Hause empfangen wir den auf Rang fünf liegenden SV Soest, den wir natürlich hinter uns lassen wollen.
J.A.
Nichts zu holen für die Dritte 08.03.2026
Kategorie: 3. Mannschaft | Kommentare: 0
Bei strahlend schönem Wetter ging es für die Dritte Mannschaft heute nach Ubbedissen, doch schon die ersten Omen versprachen nichts Gutes. Zunächst fehlte bei der Abfahrt der erste Mitstreiter – er hatte verschlafen und musste zuhause eingesammelt werden. Dann fand der Mannschaftsführer die richtige Abfahrt nicht und benötigte mehrere Versuche, um das Spiellokal zu erreichen. Dank großzügiger Zeitplanung traf die Mannschaft dennoch pünktlich und vollzählig ein. Die Gastgeber begrüßten uns freundlich – doch dann zeigten sie ihre Zähne.

Früh musste sich Leo Baumann (Brett 8) seinem an Erfahrung deutlich überlegenen Gegner geschlagen geben. Aus der Eröffnung kam er noch gut heraus und wähnte sich im Gleichgewicht, bis er bemerkte, dass seine Dame plötzlich vom Brett verschwunden war. - 1:0

Kurz darauf unterlag auch Hans-Werner Maier (6). Sein Gegner baute früh Druck auf, dem er nicht allzu lange standhalten konnte. - 2:0

Auch Werner Martinschledde (7), dessen Partien gewöhnlich länger dauern, wurde vom „Ubbser“ überspielt und dann recht zügig auch besiegt. - 3:0

Agon Krasniqi (1) weigerte sich, die Ubbedisser Überlegenheit einfach hinzunehmen, und stellte den gegnerischen Mannschaftsführer vor einige Probleme. Zeitweise stand er sogar etwas besser, doch nicht ausreichend für den vollen Punkt. So einigte man sich auf Remis – und Agon ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er damit bereits der Rietberger Held des Tages war. - 3,5:0,5

Es dauerte eine Weile, bis auch bei Eberhard Austermann (4) der Widerstand gebrochen wurde. Sein Gegner hatte es auf die Bauern am Damenflügel abgesehen, die er jedoch tapfer verteidigte oder zumindest gleichwertig abtauschte. Die Stellung wurde zunehmend kompliziert, doch der Gegner behielt den besseren Überblick. Er gewann die Qualität und stoppte schließlich auch den daraus resultierenden Rietberger Freibauern – und nahm anschließender die Glückwünsche dankend entgegen. - 4,5:0,5

Fast zeitgleich musste auch Naser Aboalseel (2) einsehen, dass sein Gegner heute noch ausgeschlafener war als er selbst. Lange versuchte er, dessen Pläne zu stören, doch irgendwann setzte sich die gegnerische Überlegenheit durch. - 5,5:0,5

Klaus Hermann (3) hatte früh einen Bauern weniger, konnte aber lange seinen König sicher beschützen. Sein Gegner ließ jedoch nicht locker und wandelte den kleinen Vorteil schließlich in einen Sieg um. - 6,5:0,5

Zuletzt kämpfte nur noch Uli Baumann (5) heldenhaft gegen eine "Ubbser Amazone". Er gewann seine zwischenzeitlich verlorene Qualität zurück, verlor dabei jedoch einige Bauern. Als er schließlich überredet wurde, die Damen zu tauschen, blieb ihm nur noch die Wahl, welchen der gegnerischen Freibauern er aufhalten wollte. - 7,5:0,5

Nach einem Tag, an dem es nicht viel zu holen gab, hofft die Dritte nun, dass es am 19.04. auswärts gegen den Gütersloher SV V besser läuft.
E.A.
Turm Rietberg 2 - SV Werther 3 unentschieden 22.02.2026
Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Erst nach zwei Stunden fiel die erste Partieentscheidung in der Bezirksliga-Begegnung zwischen Turm Rietberg 2 und Werther 3. Ulrich Baumann, dankenswerterweise kurzfristig als Ersatz an Brett 8 eingesprungen, wagte sich vor vollendeter Entwicklung an ein Figurenopfer. Er musste die Partie anschließend mit einer nachteiligen Stellung fortsetzen und schließlich aufgeben.

Das 0:1 glich Marcel Küsterameling (7) postwendend aus. Er nahm in der Eröffnung einen Doppelbauern in Kauf, doch gerade dieser – zusammen mit der offenen f-Linie – verschaffte ihm Vorteile im Zentrum. Nach einigen Abtäuschen konnte der Rietberger seine Dame zentral platzieren; der begleitende Freibauer erwies sich als unwiderstehlich.

Einen ähnlich starken Freibauern besaß auch Michael Schalk an Brett 5. Die Umwandlung schien bereits greifbar, doch der Rietberger übersah ein Dauerschach – also Remis.

In einer kombinatorisch geprägten Partie mit ungleicher Bauernverteilung auf beiden Flügeln war Yuyang Chen (6) eher der Verteidigende. Er behielt jedoch die Übersicht und erreichte ebenfalls ein Remis.

Joel Kollenberg an Brett 2 steuerte ein weiteres Unentschieden bei. In einer Partie ohne größere Auffälligkeiten löste sich sein anfänglicher Druck nach dem Abtausch einiger Leichtfiguren auf. Nach anschließendem Damentausch war auch im Turmendspiel für beide Seiten nichts mehr zu holen. Damit stand es 2,5:2,5 – fünf Partien waren beendet.

Nun folgte die Begegnung an Brett 4, in der Elias Vögeler eine blitzsaubere Partie spielte. Im Mittelspiel mit kombinatorischem Charakter erarbeitete er sich deutlichen Stellungsvorteil und baute Drohungen gegen den gegnerischen König auf. Ein Freibauer spielte dabei die entscheidende Rolle: Um ihn aufzuhalten, musste sein Gegner wesentliche Kräfte binden. Das resultierende Bauernendspiel mit Mehrbauer verwertete Elias souverän zum Sieg.
Rietberg führte damit 3,5:2,5.

Am Spitzenbrett konnte Ludger Funke mit den schwarzen Steinen früh ausgleichen. In einer verschachtelten Bauernstruktur liebäugelte er noch mit einem Figurenopfer, um selbst einen umwandlungsfähigen Freibauern zu erhalten. Sein Gegenüber deckte jedoch alle Schwächen ab, sodass auch hier ein Remis die logische Folge war.

Den Siegpunkt für die Türme hätte schließlich Ferdi Schumacher (3) erzielen können. Positionell klar im Vorteil und mit einem Mehrbauern ausgestattet, wollte er die Partie durch eine Kombination entscheiden. Kaum ausgeführt, erkannten beide Spieler den Fehlgriff. Eine lange Verteidigung folgte, doch der Punkt war verloren – und der Mannschaftskampf endete „nur“ 4:4. Das war heute zu wenig.

Weiter geht es am 22.03.2026 mit der Auswärtsbegegnung beim Heeper SK 2.

F.S.