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29.04.2018 Stichkampf für die Erste!
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In der Spielordnung für den Schachverband Ostwestfalen-Lippe heißt es zu "Auf- und Abstieg Verbandsliga" unter Punkt 11.5.1: "Kein Absteiger (aus dem SV OWL) von der NRW-Ebene: Die beiden Gruppensieger und der Gewinner eines Stichkampfes der Gruppenzweiten steigen zur Regionalliga auf." Und mit dem heutigen Sonntag (letzter Spieltag in der NRW-Klasse) ist eben dieses Szenario eingetreten...
Das heißt für die erste Mannschaft der SG Turm: Der Aufstieg in die Regionalliga ist doch noch möglich - wenn besagter Stichkampf gegen den Zweiten der Verbandsliga-Parallelstaffel (die SG Kirchlengern) gewonnen wird. Ein Termin steht meines Wissens noch nicht fest, aber der Käpt'n hat in unserer WhatsApp-Gruppe schon Nachforschungen angekündigt.

Der Spielverlauf in der 9. Runde der NRW-Klasse war wahrlich spannend. Während in Gruppe 1 die SF Lieme am Ende Dritter wurden und sich der BSK sogar eine Abschlussniederlage leisten konnte, richteten sich die Rietberger Blicke im Live(!!!)-Ergebnisdienst des ansonsten ja suboptimalen NRW-Portals vor allem auf die Gruppe 2 mit dem LSV Turm Lippstadt. Und der trat - Schreckmoment! - mit nur sechs Spielern in Plettenberg an. Dabei liegt das sauerländische Städchen doch gar nicht so weit von Lippstadt entfernt, wie ein eifriger Turm-Beobachter per Google-Maps herausfand und per Screenshot bei WhatsApp belegte. Wie dem auch sei: Lippstadt drehte dank der deutlich ersatzgeschwächten Besetzung der Plettenberger das 0:2 rasch in ein 3,5:2,5, und nach langem Warten endete das Match 5:3. Türme helfen sich halt... ;-)

Sobald Details des Stichkampfes feststehen (Datum, Arschkarte Auswärtsspiel...), wird's hier und in der WhatsApp-Gruppe kundgetan.
S.B.
22.04.2018 Zweite setzt sich vorne fest
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Die Rietberger Zweite hat in der Vorschlussrunde der Bezirksliga deutlich mit 5,5:2,5 gegen Brackwede 3 gewonnen.
Mit Verwunderung schaute der Chronist nach einer knappen Stunde Spielzeit auf das Brett von Michael Ströhmeier (Brett 6), der die weißen Steine führte. Hinter den drei Bauern seiner kurzen Rochadeseite standen Turm und Läufer auf den Ausgangsfeldern - aber sie hatten die schwarze Farbe. Diese kuriose Stellung war für Ströhmi mit einer Menge Materialnachteil verbunden. Den folgenden Partieverlust konnte er wegen der Anerkennung für ein besonders originelles Stellungsbild verschmerzen.
Werner Martinschledde (8) baute seine Partie zunächst solide auf und gewann einen Bauern. Danach zog er aber ein wenig zu spontan und fand sich nach einem Schagabtausch mit einem Minusläufer wieder. 0:2.
Ludger Funke (3) konnte nach einem gegnerischen Patzer einen Damengewinn verbuchen und schnell den Anschlusstreffer erzielen.
Gerade aus einem Südeuropa-Urlaub zurückgekehrt wurde Ferdi Schumacher (4) in skandinavische Eröffnungsgefilde gelockt. Sein Gegenüber war dort aber nicht sehr bewandert, trat in der Eröffnung auf der Stelle und sah sich schon nach 2 Stunden in einer Verluststellung. Ein weiteres einstündiges Nachdenken über den nächsten Zug half nicht mehr, Ausgleich.
Auch bei Michael Hutfilker (7) hatte sich inzwischen nach einigen Mittelspiel-Komplikationen die Waage zu seinen Gunsten geneigt und er brachte den Turm in Führung.
In den drei weiteren Partien wurde noch lange gekämpft. Michael Schalk (5) musste ein Endspiel mit "schlechtem" Läufer gegen einen Springer verteidigen, was ihm gelang. In dieser Partie ergab sich das einzige Remis des Tages, denn an den beiden Spitzenbretten konnten die Turm-Spieler die Oberhand behalten. Michael Trost (1) hatte in seiner französischen Verteidigung planmäßig am Damenflügel Vorteil errungen, während sein Gegner am Königsflügel nicht recht voran kam. So konnte er die Qualität gewinnen und sich in einem präzise vorgetragenen Königsangriff entscheidend durchsetzen.
Julius Austermann (2) erreichte - dieses Mal gegen die französische Verteidigung - mit seinem Lieblingsaufbau einen kleinen Vorteil. Nach einer beiderseitigen Zeitnotphase stand Julius immer noch besser und Rietberg konnte auch an diesem Brett eine 1 in den Spielbericht eintragen.

Erfreulich, dass sich Rietberg 2 in dieser Saison in der oberen Tabellenhälfte festsetzen konnte.
In der Schlussrunde trifft Turm 2 am 6. Mai auf den Tabellenletzten SF Verl 2.
18.04.2018 Nach klarem Sieg heißt es: warten
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Mit einem klaren 6:2-Sieg bei der SG Lippe-Süd in Horn-Bad Meinberg hat Rietbergs Erste die Verbandsliga-Saison 2017/18 beendet. Da die SG Bünde parallel daheim gegen Wewelsburg gewann, bleibt der SG Turm "nur" der zweite Rang in der Abschlusstabelle - und damit das Warten auf den 29. April, wenn die NRW-Klasse ihre letzte Runde spielt. Steigt kein OWL-Verein ab, bestreiten die Vizemeister der beiden Verbandsliga-Staffeln einen Stichkampf um den Aufstieg in die Regionalliga.

Zum heutigen Spiel:
Da die SG Lippe-Süd einmal mehr ihr drittes Brett freiließ, sackte Oliver Flöttmann einen kampflosen Punkt ein und Rietberg führte 1:0.
Joel Kollenberg (Brett 7) hatte zwei seiner Leichtfiguren gegen gegen Turm und zwei Bauern gegeben, fand das Ergebnis aber nicht so überzeugend, wie es angedacht war - und nahm das Remisangebot des Gegners dankend an.
Sein Bruder Cedric (2) war mit der Eröffnungswahl seines Gegenübers - augenzwinkernd - unzufrieden ("Der spielt ja dasselbe wie ich...") und meinte rückblickend, bei einem positionellen Leichtfiguren-Manöver die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Angesichts eines mobilen Lipper Bauernzentrums willigte unser OWL-Vizemeister ins Remis ein.
Derweil hatte Martin Funke (1) mit Weiß in einem seiner typischen Aufbauten die gegnerische Königsstellung ins Visier genommen - und unter zunehmendem Zeitdruck brach die Stellung des Lippers chancenlos zusammen. 3:1.
Hendrik Berenbrink (5) marschierte mit einem Dreibauern-Angriff auf seinen Gegenüber los und behielt trotz beiderseitiger Chancen die Initiative. Was dann der Horn-Bad Meinberger für einen Figurentausch - Läufer b7 gegen Läufer c4 - hielt, erwies sich als Falle bzw. Fehlgriff mit einem Matt in zwei Zügen. 4:1!
Herbert Langhorst (8) hatte einen gegnerischen Springer am Brettrand eingesperrt. Nach dessen Befreiung kippte die Partie, und der Süd-Lipper erwies sich im Dame-Springer-Endspiel plötzlich als technisch gewiefter Lavierer. 4:2.
Den Mannschaftssieg rechnerisch in trockene Tücher brachte Sven Behler (4). Das markanteste an der Partie war, dass der Rietberger die gegnerische Stellung so zusammenschob, dass der weiße Lipper Läufer auf c1 bis zum abschließenden 35. Zug auf seinem Ausgangsfeld verharren musste. Als dem Gastgeber-Spieler der zweite Bauernverlust drohte, gab dieser auf.
Das Sahnehäubchen auf den Tag setzte David Austermeier (6). Nach langem Abtasten und beidseitigem Auffahren von Geschützen, erwischte der Rietberger den richtigen Moment, um in die gegnerische Königsstellung einzuschlagen und den Punkt schließlich mitzunehmen.
S.B.
18.03.2018 Rietberg II spielt unentschieden
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Eigentlich war gegen den Gütersloher SV 5 ein Sieg vorgesehen, aber es klappt nicht immer alles wie gewünscht.
Die Gütersloher brachten die Gastgeber schnell mit 1:0 in Führung, da sie kurzfristig auf das 2. Brett verzichten mussten. Gratispunkt für Julius Austermann. Den Ausgleich musste Turm am 8. Brett zulassen, wo Rainer Langhorst nach einer Springergabel auf die Verliererstraße geriet. Michael Hutfilker (6) brachte Rietberg durch einen schönen Angriffssieg wieder in Führung, die Ferdi Schumacher (4), der im Mittelspiel einen Bauern gewann, auf 3:1 ausbauen konnte.
Eberhard Austermann (7) nahm seinem Gegenüber keck einen Bauern weg, büßte diesen aber durch die Lockerung seiner Königsstellung. Das führte zu Materialeinbußen und Partieverlust. Gleiches drohte am 5. Brett auch Sebastian Rahe, der sich aber geschickt (und mit gegnerischer Hilfe) aus seiner gedrückten Stellung herauswand und noch gewinnen konnte. 4:2.
Zwischenzeitlich hatte Ludger Funke (3) ein Springeropfer seines Gegners übersehen und geriet mit 2 Bauern in Nachteil, was nicht mehr auszugleichen war.
Ein spannender Kampf entwickelte sich am 1. Brett. Michael Trost stand im Endspiel bei 4 Bauern auf jeder Seite mit seinem Läuferpaar der Konstellation Turm und Springer gegenüber. Bei einem Bauernraub stellte sein Gegner den Turm aufs Abstellgleis und "Trosti" hätte seinen Freibauern umwandeln können. Er musste allerdings nach einem Schachgebot seinen König noch auf das richtige Feld ziehen. Leider wählte er das falsche. "Da habe ich Glück gehabt", meinte fair der Gütersloher Spieler.

Mit jetzt 9:5 Punkten bleibt Turm 2 im gehobenen Mittelfeld.
F.S.
04.03.2018 Trotz Siegs nur noch Funken Hoffnung
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Trotz eines überraschend deutlichen 6,5:1,5-Sieges gegen die starke Reserve des Gütersloher SV gibt es für die SG Turm Rietberg nur noch einen Funken Hoffnung auf den Aufstieg in die Regionalliga. Zwar schlug die SG Bünde Tabellenführer E'loh-Oelde, so dass nun Bünde, Rietberg und Oelde 13 Mannschaftspunkte haben. In der letzten Runde müsste Rietberg (gegen Lippe-Süd) allerdings 3 Brettpunkte gegenüber Bünde (gegen Wewelsburg) aufholen - jeweilige Team-Siege vorausgesetzt -, was äußerst unwahrscheinlich scheint. Derweil muss Oelde (gegen SK Werther II) aufgrund der schlechtesten Brettpunkte-Bilanz des Spitzentrios schon auf Ausrutscher von Bünde und/oder Rietberg hoffen.
Langer Rede kurzer Sinn: Rietberg wird wahrscheinlich Zweiter und muss hoffen, dass aus der NRW-Klasse kein OWL-Verein absteigt. Dann gäbe es einen Stichkampf gegen den Vizemeister der Parallelstaffel. Allerdings muss in der NRW-Klasse vor allem BSK I arg kämpfen.

So, nun aber zum heutigen Spiel - dessen Aufreger sich bereits vor dem Mannschaftskampf abspielte. Denn Cedric Kollenberg hatte zwei Tage vor dem Duell gegen Gütersloh II abgesagt, da er es vorzog, in der U20 NRW-Jugendliga Ost zu spielen. Und zwar für - Achtung, Geschmäckle! - ja, für den Gütersloher SV.
Zu Saisonbeginn war (bezüglich dieser Spielerausleihe auf Jugendebene) mit Gütersloh und Cedric vereinbart worden, dass im Falle einer Terminkollision der Einsatz für das Rietberger Verbandsliga-Team Vorrang hat. Warum das plötzlich nicht mehr gelten sollte, ist unklar...

So, nun aber wirklich zum heutigen Spiel! Da die Gütersloher aufgrund von Personalknappheit Brett 8 freiließen, hätte Rietberg dank des erstmaligen Einsatzes von Werner Martinschledde 1:0 geführt. Da sich aber Joel Kollenberg (Brett 5) zeitgleich krankgemeldet hatte, stand es 1:1.
Die erste Entscheidung am Brett fiel durch Ersatzspieler Julius Austermann (7). Sein Gegner zog auffallend schnell - und stellte plötzlich Leichtfigur gegen Bauern ein, da er Julius' Dame in einer Kombination fälschlicherweise ungedeckt wähnte. Trotz aufkommenden Zeitdrucks fuhr der Rietberger das Ding sicher nach Hause.
Auf 3:1 erhöhte Herbert Langhorst - auf höchst kuriose Weise. Das Schwerfigurenendspiel bot beiden Seiten Chancen. Irgendwann hingen Grundlinienmatt-Motive auf beiden Seiten in der Luft, doch als Herberts weiße Dame imposant auf f7 auftauchte, schien Turmgewinn der mindeste Lohn zu sein. Dabei hätte Herbert bei der richtigen Riposte um Ausgleich kämpfen müssen. Der Gegner sah's nicht - und ließ sich sogar noch einzügig mattsetzen.
Weiter ging's mit einem Remis von Sven Behler (3). Eine für seine Verhältnisse relativ offensive Verteidigung (schwarze Figuren überschritten die sechste Reihe) endete sogar in einem Bauerngewinn. Doch ein zentral positionierter Gütersloher König nebst Läuferpaar blockierten im Endspiel alle Gewinnaussichten.
Als nächster gewann Martin Funke (1) seine Partie. Die Stellung bewegte sich lange Zeit im ausgeglichenen Bereich. Doch der Rietberger war jederzeit Herr der Lage und zeigte am Ende, dass ungleichfarbige Läufer kein Remis erzwingen, sondern im Zweifel vielmehr gute Läufer die schlechten ausstechen. Zugzwang bewog das Gütersloher Spitzenbrett zur Aufgabe.
Hendrik Berenbrink (4) sah sich ausgangs der Eröffnung nach einem ungünstigen Bauerntausch großem Druck ausgesetzt, konnte die Stellung jedoch halten und nach einem Qualitätsopfer das Blatt beeindruckend wenden. In Zeitnot des Gegners setzte Hendrik sogar noch matt.
Zu guter Letzt rang auch Oliver Flöttmann (2) nach zähem Kampf seinen Gegenüber nieder. In einer Partie, in der lange Läuferdiagonalen und offene Schwerfigurenlinien um die Deutungshoheit rangen, erschien die Rietberger Stellung dem beiläufigen Kiebitz immer ein wenig gefälliger. Wie sich dieser Eindruck am Ende bewahrheitete, entzieht sich leider der Kenntnis des beim Finish kurzzeitig abwesenden Beobachters.

Anmerkung: Ein Teil der Angaben zum Spiel beruht einmal mehr auf Hörensagen. Bei Besserwissen (oder besserem Hörensagen) bitte melden!

Das Saisonfinale der Verbandsliga steigt am 15. April - für Rietberg im Lipperland.
Die 7. von 9 Runden in der NRW-Klasse findet übrigens am 11. März statt...
S.B.