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26.01.2020 Erste verliert 4:4 gegen Paderborn
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Ein Paderborner Spieler sagte nach dem Spiel, er habe zwischendurch ein 5,5:2,5 für Rietberg kommen sehen. Auf Rietberger Seite ging die Tendenz zu 6:2. Doch am Ende des fünften Regionalliga-Spieltags gab die SG Turm ihre 3:1- und 4:2-Führung noch aus der Hand und musste in der Südtorschule ein bitteres Mannschaftsunentschieden hinnehmen.

Sven Behler (Brett 4) konnte nach seinem kampflos gewonnenen Punkt erst einmal zu einem ausgiebigen Sonntagsspaziergang aufbrechen. Als er anderthalb Stunden später zurückkam hatte Martin Funke (1) bereits seinen erwartbaren Sieg eingefahren.
Die Rietberger Zwei-Punkte-Führung hatte in der Folge durch vier Remis Bestand. Zunächst bot Herbert Langhorst (7) seinem Gegner in komplexer Stellung mit jeweils ziemlich blank stehenden Königen die Punktteilung an. Zwar hatte sein Gegner nur noch gut 3 Minuten (plus Zeitaufschlag) für die vor der Zeitkontrolle verbleibenden rund zehn Züge auf der Uhr, aber der Rietberger wollte kein taktisches Risiko eingehen, zumal die übrigen Bretter den Gastgebern Gutes versprachen.
Auch Hendrik Berenbrink (5) spielte Remis - unter spektakulären Umständen. Sein Gegner hatte einen Turm in die lange Rochadestellung geopfert, und sein zweiter Turm drohte, die Rietberger Dame mit in den Tod zu reißen. Leider übersah Hendrik unter Zeitdruck die siegbringende Wiederlegung, ging statt dessen in ein Endspiel mit Doppelturm und Läufer gegen Dame, konnte ein Dauerschach aber nicht verhindern. 3:1.
Oliver Flöttmann (3) hatte nach etwas passiver Eröffnung recht bald ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel erreicht, das in ein nicht weniger ausgeglichenes Turmendspiel mündete, das wiederum nach den weiteren Zügen den Friedensschluss zur Folge hatte.
Cedric Kollenberg (2) sah dank zweier Mehrbauern schon wie der sichere Sieger aus. Doch ein wuseliger Paderborner Springer hüpfte drohend in der Rietberger Bretthälfte herum, eroberte einen Landwirt zurück und pendelte sich schließlich, ins Remis entkommend, mit Turm-Unterstützung zur Zugwiederholung. 4:2.
Nun hätte - fast überflüssig zu erwähnen - ein Remis zum Mannschaftssieg gereicht. Doch es sollte nicht sein.
David Austermeiers Gegner (6) hatte das skurrile Colorado-Gambit aufs Parkett gebracht, und im weiteren Verlauf der Partie hatten beide Seiten - schließlich bei Doppeltürmen und ungleichfarbigen Läufern - ihre Chancen. Auch als sich ein schwarzer Paderborner Bauer bis auf g2 vorarbeitete war die Messe noch nicht gelesen. Aber dann musste David doch eine Qualität für den aggressiven Landwirt geben. In wohl hoffnungsloser Stellung ließ er die Zeit ablaufen.
Ludger Funkes Stellung (8) sah über weite Strecken völlig zufriedenstellend aus. Doch im Schwerfiguren-Endspiel versandete allmählich der Rietberger Angriff am Königsflügel, während der Paderborner Spieler mit seiner Dame zum nach ihr benannten Flügel schwenkte, dort einen Bauern eroberte und mit einem zur Umwandlung bereiten a-Freibauern das Spiel rasch für sich entschied.

Mit dem 4:4 und nunmehr 8 Mannschaftspunkten (MP) musste die SG Turm die Tabellenführung abgeben - an den Brackweder SK (9 MP), der gegen E'loh-Oelde gewann. Weiter geht es für die SG Turm am 16. Februar in Bad Oeynhausen (3 MP).
S.B.
19.01.2020 Zweite holt Kantersieg
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Die vorgezogene Bezirksliga-Begegnung gegen den SC Wiedenbrück hat die SG Turm Rietberg 2 in der heimischen Südtorschule klar mit 6:2 für sich entschieden. Der Mannschaftssieg führt die Türme an die Tabellenspitze - zumindest bis zum kommenden Wochenende, wenn die restlichen Begegnungen des Spieltags ausgetragen werden.

Zum Spielverlauf:
Ludger Funke (Brett 3) blieb es verwehrt, seinen Gegner am Brett zu begrüßen, was der Mannschaft die kampflose Führung einbrachte.
Im Duell Alt gegen Jung konnte Elias Vögeler (7) seinem erfahrenen Gegenüber nicht lange Paroli bieten. Er wurde von einer Bauernwalze zurück gedrängt und matt gesetzt.
Yuyang Chen (8) baute sich sehr gut auf und konnte im frühen Mittelspiel zwei Bauern gewinnen. Als er danach mit einer Springergabel die Qualität eroberte, war die Rietberger Führung wieder hergestellt.
Keine glückliche Hand hatte Ferdi Schumacher (4) bei zwei seiner Damenzüge. Er büßte einen Bauern ein und musste zudem einen isolierten Bauern zulassen. Als der Wiedenbrücker Spieler mit seinem Springer das Blockadefeld freigab, konnte Schumi mit einer kleinen Kombination die Partie doch noch zum Remis abwickeln.
Ebenfalls Unentschieden spielte Michael Schalk (5), allerdings aus einer sehr komfortablen Stellung heraus, und als sich das Endergebnis an den übrigen Bretten bereits abzeichnete.
Michael Hutfilker (6) kam gut aus der Eröffnung und eroberte im mittleren Spielabschnitt eine Figur. Gegnerisches Gegenspiel wies er zurück und sicherte sich den vollen Punkt.
Julius Austermann (2) spielte gegen die französische Eröffnung mit einem Bauernopfer. Es ergab sich über längere Strecken gleichwertiges Spiel, bis Julius einen weiteren Bauern abgab, um zum Angriff zu kommen. Er hatte alles genau berechnet und brachte den gegnerischen König zur Strecke.
Am Spitzenbrett sah es zunächst nach einem Übergewicht für den starken Wiedenbrücker Spieler aus. Michael Trost war jedoch auf der Hut und konnte sich mit seinen schwarzen Steinen Gegenchancen erarbeiten. Eine ungenaue Kombination wehrte er ab, sicherte sich dabei Materialvorteil und - durchaus überraschend - den vollen Punkt.
F.S.
15.12.2019 Erste Saisonniederlage für Zweite
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
In der 4. Runde der Bezirksliga hat Rietbergs Zweite ihre erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Die ersatzgeschwächten Türme unterlagen mit 3:5 dem in Bestbesetzung angetretenen SC Wadersloh-Diestedde. Mit 5 Mannschaftspunkten überwintert Rietberg II auf dem 5. Tabellenplatz - allerdings nur einen Mannschaftspunkt hinter dem aktuellen Spitzenreiter... im Kampf um den Aufstieg ist also noch nichts verloren.

Elias Vögeler (Brett 7) versuchte, noch unrochiert, am Königsflügel einen Bauernangriff. Dabei lief er in eine unangenehme Fesselung, die sofort zu großen Materialverlusten führte. Werner Martinschledde (8) sah sich einem vorsichtig agierenden Gegner gegenüber. Es entsand eine in etwa ausgeglichene Position, in der ungenaue Abtauschaktionen den Rietberger auf die Verliererstraße brachten. Also stand es schnell 0:2.
Michael Schalk (4) nahm ein frühes Remisangebot an, auch sein Brettnachbar Ferdi Schumacher musste, als er gegen die präzise Französisch-Verteidigung seines Spielpartners nichts herausholte, mit einem Unentschieden zufrieden sein. An den Brettern 5 und 6 konnten Michael Hutfilker und Christian Ströhmeier ebenfalls nur halbe Punke einkassieren.
Den Rückstand verkürzte am Spitzenbrett Michael Trost. Er konnte den Eröffnungsrückstand seines Gegenübers zu einem Figurengewinn nutzen. Der Wadersloher Spieler musste danach einsehen, dass sein Gegengewicht, zwei vereinzelte Bauern, zum Ausgleich nicht reichten und gab auf.
Ludger Funke lehnte ein Remisangebot ab, um seine - wie er sagte - "interessante Stellung" weiter zu spielen. In der Tat bekamen die Zuschauer in dieser letzten Partie noch einiges zu sehen, nach einem Qualitätsverlust wurde Ludgers Kampfgeist allerdings nicht belohnt.

Weiter geht es am 19. Januar (Achtung: Das Spiel wurde um eine Woche vorverlegt!) zu Hause gegen den SC Wiedenbrück.
F.S.
01.12.2019 Langsam wird's unheimlich...
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Was ist denn hier los? Im "Spitzenspiel" der beiden Aufsteiger (!) hat die SG Turm in der 4. Runde der Regionalliga beim SC Porta Westfalica mit 5,5:2,5 gewonnen und setzt ihren Höhenflug in der höchsten OWL-Spielklasse fort. Rietberg überwintert auf dem Spitzenplatz - vor dem Brackweder SV (jeweils 7:1 Mannschaftspunkte, aber wir haben 1,5 Brettpunkte mehr). Daran ändert auch ein in den Februar verlegtes Nachholspiel zwischen Porta und Bad Oeynhausen nichts.

(Kurze Zwischenbemerkung: Ich wurde heute in Porta zurecht darauf angesprochen, dass der Bericht über die in Rietberg ausgetragenen OWL-Blitzmeisterschaften noch nicht auf der Homepage steht. Das habe ich eben nachgeholt. In der Zeitung war der Bericht immerhin zeitnah nach dem Turnier.)

Jetzt aber zum aktuellen Ligabetrieb (obwohl ich aus gutem Grunde selten so wenig vom Geschehen an den anderen Bretter mitbekommen habe wie heute).
Herbert Langhorst (Brett 7) einigte sich früh aufs Remis. Eine ausgeglichene Materialbilanz im Schwerfiguren-Mittelspiel reichte beiden Kontrahenten, frühzeitig die Friedenspfeife zu rauchen.
Der Gegner von David Austermeier (6) bot ein Remis durch Dauerschach quasi auf dem Silbertablett an, doch der Rietberger kämpfte weiter. Im weiteren Verlauf schien die Partie allerdings zu kippen - unter anderem weil David mit Schwarz in die Bauernkonstellation c6-b6-a5 lang rochierte. Als der Chronist später vom Punktgewinn erfuhr und gratulierte, reagierte David auf den leicht überraschten Blick mit Verständnis. Glaube ich...
Cedric Kollenbergs Gegner (2) hatte das Zentrum durchaus geschickt besetzt, der Rietberger lavierte gekonnt dagegen. Die Stellung war verhakelt und befand sich in etwas, das man wohl ein halbwegs dynamisches Gleichgewicht nennt. Am Ende stand ein Remis. 2:1 für Turm.
Auf 3:1 stellte Martin Funke (1), der endlich seine Sieglos-Serie in dieser Saison beendete. Zwar schien das Material in für flüchtige Kiebitze ausgeglichener Stellung schon gefährlich reduziert zu sein, aber unser Spitzenbrett fand souverän den Weg zum Punktgewinn.
Hendrik Berenbrink (5) hatte einen positionellen, aber zweischneidigen Grünfeld-Inder auf dem Brett, schaffte es aber Augenzeugen zufolge, seine beiden Läufer stark vor den eigenen Bauern zu platzieren und im gegnerischen Lager für gewinnbringenden Ärger zu sorgen. 4:1.
Den Mannschaftssieg sicherte Sven Behlers (4) Remis. Im Mittelspiel geriet er ziemlich unter Druck, fand aber kurz vor der Zeitkontrolle nach einem Fehler des Gegners ein Loch in dessen Stellung und bekam aktives Gegenspiel. In taktisch höchst wuseliger Stellung übersah er gar den Gewinn und wählte stattdessen den sicheren Weg zum Dauerschach.
Anschließend legte der aus der Zweiten nachgerückte Julius Austermann (8) einen vollen Punkt nach. Nach allen Regeln der Kunst hatte er seinen Gegner am Königsflügel zusammengeschoben, eroberte eine Qualität und fuhr den Punkt nach umsichtigen Spiel schließlich nach Hause.
Die einzige Niederlage des Tages musste Oliver Flöttmann (3) hinnehmen. Eine suboptimal berechnete Abwicklung kostete ihn eine Qualität, und so fand er sich in einem Endspiel Springer gegen Turm und je vier Bauern wieder. Einen Landwirt konnte sich sein Pferd schnappen, doch bald hieß es diesbezüglich wieder drei zu drei, und der technisch versierte Gegner entschied die Partie nach knapp sechs Stunden dann doch für sich.

Weiter geht es am 26. Januar in der Südtorschule gegen die Blauen Springer aus Paderborn...
S.B.
16.11.2019 Lieme und Freiberger siegen bei OWL-Blitz in Rietberg
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Die Schachfreunde Lieme und Jonas Freiberger (SK Werther) sind die Sieger der OWL-Mannschafts- und Einzelmeisterschaft im Blitzschach. Ausgetragen wurden die beiden Turniere aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der SG Turm in der Mensa des Gymnasiums Nepomucenum. Ein großer Dank an dieser Stelle an alle Helfer und Organisatoren des Vereins!

In der Mannschaftskonkurrenz dominierte NRW-Ligist SF Lieme das äußerst stark besetzte Feld der insgesamt 13 Vierer-Teams und gewann bei nur einer Niederlage mit 22:2 Punkten. Zweiter wurde die SG Bünde (NRW-Klasse) mit 19:5 Punkten vor dem SK Werther (NRW-Klasse) mit 18:6 Punkten. Diese drei Mannschaften qualifizierten sich damit für die NRW-Blitzschach-Meisterschaften.
Die gastgebende SG Turm Rietberg - angetreten mit Martin Funke, Cedric Kollenberg, Oliver Flöttmann, Sven Behler und David Austermeier - belegte mit 9:15 Punkten Platz acht. Ein achtbares Ergebnis!

Im Einzelwettbewerb holten Jonas Freiberger und Jürgen Peist (Herforder Schachverein Königsspringer, NRW-Liga) in der Finalrunde jeweils 6,5 Punkte aus acht Partien. Den Stichkampf entschied der Wertheraner dann für sich. Dritter wurde mit 4,5 Punkten Maurice Gulatz (SG Kirchlengern, NRW-Klasse). Diese drei Spieler schafften damit den Sprung zum NRW-Blitzturnier.
Einziger weiterer Finalrunden-Teilnehmer aus Rietberg war Cedric Kollenberg, der mit 2,5 Punkten Rang acht erreichte. David Austermeier und Julius Austermann kamen leider nicht über die Vorrunde hinaus.
S.B.