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10.11.2018 Zweite führt nach Sieg Tabelle an
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Gegen Brackwede 3 musste Rietbergs Zweite ganz schön schwitzen: Der Mannschaftssieg stand erst nach mehr als fünfeinhalbstündiger Spielzeit fest.

Nachwuchsspieler Julius Jasperneite (Brett 8) behandelte Eröffnung und Mittelspiel ordentlich, bei der Überleitung ins Endspiel griff er aber fehl und konnte einen Freibauern nicht mehr aufhalten.
Für den Ausgleich sorgte Michael Hutfilker (7), indem er positionelle Schwächen seines
Gegenübers ausnutzte.
Waren diese beide Partien schnell zu Ende, ließ die nächste Entscheidung auf sich warten. Sebastian Rahe (5) konnte mit den schwarzen Steinen Druck auf den gegnerischen Königsflügel machen, brachte sich aber um die Früchte seines guten Spiels als er eine Springergabel zuließ und verlor.
Ludger Funke (3) behandelte seine Caro-Kann-Verteidigung umsichtig und den Zuschauenden war bald klar, dass er auf der günstigeren Seite des Brettes saß. 2:2.
Inzwischen hatte sich Ferdi Schumacher (4) in den Besitz eines Mehrbauern gebracht. Der Sieg in einem Endspiel mit Schwerfiguren war aber noch eine knifflige Angelegenheit.
Die Rietberger Führung baute Julius Austermann (2) aus: In einer sehr komlexen Stellung setzte er wie immer auf Angriff. Er konnte die Lücke in der gegnerischen Abwehrreihe entdecken und ausnutzen.
Das 4:2 bedeutete allerdings noch keineswegs den Mannschaftssieg. Michael Trost am Spitzenbrett verlor eine Qualität, heimste dafür aber zwei Bauern ein. Das Endspiel behandelten beide Spieler kämpferisch und korrekt, so dass erst nach diesem Remis nach mehr als 5 Stunden der Mannschaftssieg der Türme feststand.
Michael Schalk (6) hatte zwar seine Dame eingebüßt, errichtete aber geschickt eine Festung. In der verbleibenden Bedenkzeit konnte der Brackweder diese nicht stürmen.

Mit dem 5:3-Sieg findet sich Rietberg 2 überraschend auf dem ersten Tabellenplatz wieder.
F.S.
28.10.2018 Weiterer Rückschlag für Erste
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Nach der bitteren Niederlage gegen Werther II musste Rietbergs Erste in der 3. Runde der Verbandsliga-Saison eine zweite Niederlage hinnehmen. Mit 3,5:4,5 unterlag das Team beim SV Ennigerloh-Oelde.
Beide Mannschaften waren in Bestbesetzung aufgelaufen - und schon früh zeichnete sich ab, dass das ein zähes Ding werden würde. Erst nach drei Stunden fiel die erste Entscheidung: mit einem Remis von Joel Kollenberg (Brett 7), dessen Königsangriff nicht durchschlug.
Dann gerieten die Rietberger in Rückstand: Herbert Langhorst (8) hatte in verkorkster Stellung einen Bauern eingebüßt, konterte mit einem verzweifelten Figurenopfer, doch der Gegner gab sich keine Blöße und brachte den Materialvorteil durch.
Auf dem Brett von Cedric Kollenberg (2) brannte es nach verhalten-verhakeltem Beginn plötzlich lichterloh. In beiderseitiger Zeitnot war es ein sehenswerter Ritt auf der Rasierklinge, bevor der Oelder Spieler mit seinen weißen Türmen auf der vorletzten Reihe auftauchte (hatte Bogoljubow dafür nicht einen markanten Begriff geprägt?) und Dauerschach absehbar war. Remis. 1:2.
Den Ausgleich besorgte Martin Funke (1). Gegen das Oelder Spitzenbrett hatte er zuletzt Federn lassen müssen; diesmal setzte er seine optisch gefälligere Stellung souverän in einen Sieg um.
Sven Behler (4) hatte im Springer-Endspiel einen Mehrbauern für aktives Spiel des Königs zurückgegeben. Doch als der Oelder seinen Springer gegen einen lauffreudigen Freibauern opferte, kam selbiger König gerade noch rechtzeitig zurück, um gegnerische Bauern am Durchmarsch zu hindern. Remis. 2,5:2,5.
Wenn Cedrics Brett brannte (s.o.), war es bei Hendrik Berenbrink (5) explodiert. Leider war der Oelder Angriff am Königsflügel überzeugender als das Rietberger Anrennen am Damenflügel. Zwischendurch meinte der Chronist eine Minus-Qualle, zwei verbundene Freibauern des Gegners und einen freistehenden Rietberger König gesehen zu haben... das kann aber auch getäuscht haben. Jedenfalls musste Hendrik am Ende unglücklicherweise die Segel streichen.
Nach einem wohl glücklich zu nennenden Remis von David Austermeier (6) hing nun alles an der Partie von Oliver Flöttmann (3). In der Eröffnung hatte der Oelder Spieler sein Programm beängstigend routiniert heruntergespult und die Rietberger Rochadestellung bestürmt. Doch Oliver konnte sich mit dem Rücken an der Wand verteidigen und die Partie wieder offener gestalten. Beide Seiten hatten in der undurchsichtigen Stellung ihre Chancen, doch am Ende - der Chronist musste aus beruflichen Gründen abreisen - stand leider die Punktteilung.
Endstand 3,5:4,5.
S.B.
07.10.2018 Erster "richtiger" Sieg für Zweite
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Nach einem kampflosen Sieg in der ersten Runde hat Rietbergs Zweite im ersten "richtigen" Saisonspiel der Bezirksliga gegen den SC Beckum gewonnen.

Eigentlich hatte sich Werner Martinschledde am 8. Brett ordentlich aufgebaut, ein Remis war drin, sein Angebot zum Damentausch ließ jedoch den gegnerischen Mehrbauern zur Geltung kommen.
Das bedeutete die erste, aber auch und letzte Führung für die gastgebenden Beckumer, denn Ludger Funke glich an Brett 3 postwendend aus. Gegen eine gelockerte Königsstellung trieb Ludger den Monarchen aufs freie Feld hinaus und setzte diesen spektakulär matt.
Nach Remispartien von Eberhard Austermann, Michael Hutfilker und Michael Schalk (Bretter 7 bis 5) hielten sich die Aussichten beider Teams noch in der Waage. Danach bekam Beckum allerdins keinen Stich mehr. Ferdi Schumacher (3) baute mit den schwarzen Steinen eine schöne Druckstellung auf. Als sein Gegenüber glaubte, sich befreien zu können, ging dank einer Mattdrohung von Schumi der Schuss nach hinten los: schnelles 0:1.
Hart umkämpft wie erwartet waren die beiden Spitzenbretter. Julius Austermann (2) investierte viel Zeit in seine Position, die er nach und nach zu einer Gewinnstellung ausbaute. Dadurch geriet sein Gegner so ins Grübeln, dass er seinerseits die Zeitkontrolle nicht schaffte. Mit 11 verbleibenden Sekunden strich Julius den verdienten Punkt ein.
Michael Trost (1) mit Weiß gewann im Mittelspiel einen Bauern, den er in ein Springerendspiel überführte. Hier nahm er geschickt dem schwarzen Rössel die wichtigen Felder. Mit dem Vorrücken seines Königs waren dann die Umwandlung des Mehrbauern in eine Dame und sein Sieg perfekt.
Gesamtstand 5,5:2,5!
F.S.
27.09.2018 Cedric im NRW-Pokal-Halbfinale
in Kategorie: Sonstiges | Kommentare: 0
Cedric Kollenberg hat im Wettbewerb um den Dähne-Pokal das Halbfinale auf NRW-Ebene erreicht. Im Viertelfinale gewann er kürzlich gegen Wolfgang Linde (DWZ 2166, Elo 2186) vom Ruhrgebiets-Regionalligisten SV Welper. Dieser hatte mit den weißen Steinen in der Eröffnung einen Bauern geopfert. Nach einem missglückten Damenfangversuch Lindes konnte Cedric in ein gewonnenes Endspiel mit drei Mehrbauern abwickeln.
Im Halbfinale spielt Cedric gegen Timo Küppers (DWZ 2247, Elo 2151) von den SF Essen-Katernberg (NRW-Klasse). Viel Erfolg!
S.B.
23.09.2018 Bittere Niederlage für Erste
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Eine ganz bittere Niederlage setzte es am zweiten Spieltag der Verbandsliga für Turms Erste. Obwohl die Rietberger im Schnitt exakt (!) 200 DWZ-Punkte (!!) besser waren als ihre Gäste vom SK Werther II, verloren die nominellen Favoriten mit 3,5:4,5. Es war einer dieser Tage, an denen für die einen einiges in die Hose ging - und für die anderen (fast) alles perfekt lief...

Dabei fing es für die Gastgeber gut an. Martin Funke (Brett 1) musste lange gegen einen zäh dagegenhaltenden Gegner ankämpfen, doch im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern stand sein Offizier deutlich besser, sein König deutlich aktiver - 1:0.
Durch einen Sieg an Brett 7 erhöhte die SG Turm sogar auf 2:0, doch anschließend schlug das Pendel mit aller Wucht in die Gegenrichtung.
Zunächst kassierte Michael Trost (8) eine Niederlage. Im Mittelspiel hatte er zwar einen Bauern erobert und seine Landwirte am Damenflügel beeindruckend nach vorne geschoben; doch ein Turm-Einsteller unter Zeitnot im Endspiel machte alle bisherige Mühe zunichte.
Auch David Austermeier (5) erwischte keinen guten Tag. Zwar war er gut aus der Eröffnung gekommen, doch später führten Ungenauigkeiten zu einem Endspiel mit Doppeltürmen und ungleichfarbigen Läufern, in dem Mattdrohungen nur unter Materialverlust abzuwehren waren. 2:2!
Joel Kollenberg (6) war mit einem schwachen Doppelbauern aus der Eröffnung gekommen und stand stark unter Druck. Das Endspiel schien bereits aussichtslos, bevor das Ganze durch Ungenauigkeiten des Gegners doch noch einmal unklar wurde. Am Ende entschied jedoch die passive Stellung des Rietberger Turms die Partie zugunsten des Gästespielers. 2:3!
Der Stand der Dinge an den verbliebenen drei Brettern verhieß wenig Gutes, doch alle noch spielenden Rietberger kämpften bis weit in die sechste Stunde hinein, um das Schlimmste abzuwenden.
Allen Anstrengungen zum Trotz musste Cedric Kollenberg (2) seine Partie verloren geben. Die fragwürdige Eröffnungsbehandlung des Spielers aus Werther konnte der Rietberger nicht in dauerhaften Vorteil ummünzen - sondern geriet allmählich sogar in Nachteil. Das Turmendspiel mit Mehrbauer behandelte der Gästespieler beeindruckend souverän und machte den Sack schließlich zu.
Sven Behler (3) stand lange Zeit völlig zufriedenstellend, fand sich jedoch in Zeitnot in einem nachteilhaften Turm-Endspiel wieder. In einem glücklichen Moment erzwang der Rietberger den Turm-Tausch unter Bildung zweier verbundener Freibauern am Königsflügel - doch ein solches Gespann hatte der Gegner im Zentrum ebenfalls, so dass beide Könige ans Aufhalten der gegnerischen Landwirte gebunden waren: Remis. 2,5:4,5!
Unter diesen Vorzeichen war Hendrik Berenbrinks (4) Sieg verdient, aber eben nur noch Ergebniskosmetik. Sein Gegner hatte einen Springer für zwei Bauern und (offensichtlich unzureichenden) Königsangriff geopfert. Die Drohungen ließen sich leicht abwehren, das technisch für Rietberg gewonnene Endspiel verteidigte der Wertheraner allerdings unfassbar ausdauernd und zäh, bevor er sich kurz vor 16 Uhr doch in die dann unabwendbare Niederlage fügte.
S.B.