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04.03.2018 Trotz Siegs nur noch Funken Hoffnung
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Trotz eines überraschend deutlichen 6,5:1,5-Sieges gegen die starke Reserve des Gütersloher SV gibt es für die SG Turm Rietberg nur noch einen Funken Hoffnung auf den Aufstieg in die Regionalliga. Zwar schlug die SG Bünde Tabellenführer E'loh-Oelde, so dass nun Bünde, Rietberg und Oelde 13 Mannschaftspunkte haben. In der letzten Runde müsste Rietberg (gegen Lippe-Süd) allerdings 3 Brettpunkte gegenüber Bünde (gegen Wewelsburg) aufholen - jeweilige Team-Siege vorausgesetzt -, was äußerst unwahrscheinlich scheint. Derweil muss Oelde (gegen SK Werther II) aufgrund der schlechtesten Brettpunkte-Bilanz des Spitzentrios schon auf Ausrutscher von Bünde und/oder Rietberg hoffen.
Langer Rede kurzer Sinn: Rietberg wird wahrscheinlich Zweiter und muss hoffen, dass aus der NRW-Klasse kein OWL-Verein absteigt. Dann gäbe es einen Stichkampf gegen den Vizemeister der Parallelstaffel. Allerdings muss in der NRW-Klasse vor allem BSK I arg kämpfen.

So, nun aber zum heutigen Spiel - dessen Aufreger sich bereits vor dem Mannschaftskampf abspielte. Denn Cedric Kollenberg hatte zwei Tage vor dem Duell gegen Gütersloh II abgesagt, da er es vorzog, in der U20 NRW-Jugendliga Ost zu spielen. Und zwar für - Achtung, Geschmäckle! - ja, für den Gütersloher SV.
Zu Saisonbeginn war (bezüglich dieser Spielerausleihe auf Jugendebene) mit Gütersloh und Cedric vereinbart worden, dass im Falle einer Terminkollision der Einsatz für das Rietberger Verbandsliga-Team Vorrang hat. Warum das plötzlich nicht mehr gelten sollte, ist unklar...

So, nun aber wirklich zum heutigen Spiel! Da die Gütersloher aufgrund von Personalknappheit Brett 8 freiließen, hätte Rietberg dank des erstmaligen Einsatzes von Werner Martinschledde 1:0 geführt. Da sich aber Joel Kollenberg (Brett 5) zeitgleich krankgemeldet hatte, stand es 1:1.
Die erste Entscheidung am Brett fiel durch Ersatzspieler Julius Austermann (7). Sein Gegner zog auffallend schnell - und stellte plötzlich Leichtfigur gegen Bauern ein, da er Julius' Dame in einer Kombination fälschlicherweise ungedeckt wähnte. Trotz aufkommenden Zeitdrucks fuhr der Rietberger das Ding sicher nach Hause.
Auf 3:1 erhöhte Herbert Langhorst - auf höchst kuriose Weise. Das Schwerfigurenendspiel bot beiden Seiten Chancen. Irgendwann hingen Grundlinienmatt-Motive auf beiden Seiten in der Luft, doch als Herberts weiße Dame imposant auf f7 auftauchte, schien Turmgewinn der mindeste Lohn zu sein. Dabei hätte Herbert bei der richtigen Riposte um Ausgleich kämpfen müssen. Der Gegner sah's nicht - und ließ sich sogar noch einzügig mattsetzen.
Weiter ging's mit einem Remis von Sven Behler (3). Eine für seine Verhältnisse relativ offensive Verteidigung (schwarze Figuren überschritten die sechste Reihe) endete sogar in einem Bauerngewinn. Doch ein zentral positionierter Gütersloher König nebst Läuferpaar blockierten im Endspiel alle Gewinnaussichten.
Als nächster gewann Martin Funke (1) seine Partie. Die Stellung bewegte sich lange Zeit im ausgeglichenen Bereich. Doch der Rietberger war jederzeit Herr der Lage und zeigte am Ende, dass ungleichfarbige Läufer kein Remis erzwingen, sondern im Zweifel vielmehr gute Läufer die schlechten ausstechen. Zugzwang bewog das Gütersloher Spitzenbrett zur Aufgabe.
Hendrik Berenbrink (4) sah sich ausgangs der Eröffnung nach einem ungünstigen Bauerntausch großem Druck ausgesetzt, konnte die Stellung jedoch halten und nach einem Qualitätsopfer das Blatt beeindruckend wenden. In Zeitnot des Gegners setzte Hendrik sogar noch matt.
Zu guter Letzt rang auch Oliver Flöttmann (2) nach zähem Kampf seinen Gegenüber nieder. In einer Partie, in der lange Läuferdiagonalen und offene Schwerfigurenlinien um die Deutungshoheit rangen, erschien die Rietberger Stellung dem beiläufigen Kiebitz immer ein wenig gefälliger. Wie sich dieser Eindruck am Ende bewahrheitete, entzieht sich leider der Kenntnis des beim Finish kurzzeitig abwesenden Beobachters.

Anmerkung: Ein Teil der Angaben zum Spiel beruht einmal mehr auf Hörensagen. Bei Besserwissen (oder besserem Hörensagen) bitte melden!

Das Saisonfinale der Verbandsliga steigt am 15. April - für Rietberg im Lipperland.
Die 7. von 9 Runden in der NRW-Klasse findet übrigens am 11. März statt...
S.B.
02.03.2018 Stadtmeisterschaft fest in Delbrücker Hand
in Kategorie: Stadtmeisterschaften | Kommentare: 0
Jürgen Bock vom SK Delbrück hat die 22. Auflage der Rietberger Stadtmeisterschaft im Schnellschach gewonnen. Mit sieben Siegen aus sieben Partien setzte er sich am Ende deutlich an die Spitze des stark besetzten 38-köpfigen Feldes. Auch auf den Plätzen zwei und drei landeten mit Meinolf Kemper und Josef Schwarzenberg (jeweils 5,5 Punkte) Vertreter des SK Delbrück.
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren mussten die Vertreter der gastgebenden SG Turm Rietberg den Gästen der umliegenden Vereine im Rennen um die vorderen Plätze den Vorrang lassen. Denn erst hinter Werner Müller (SF Verl) und Samer Alhaj Mohamad (Rhedaer SV, beide 5 Punkte) platzierte sich der amtierende Bezirksmeister und Vorjahressieger Cedric Kollenberg auf Rang 6, vor seinem Vereinskollegen Oliver Flöttmann (beide 4,5 Punkte).
Bester Jugendlicher U14 wurde Julius Jasperneite (Turm Rietberg, 2 Punkte).
Bei dem Rietberger Schnellschach-Turnier hat jeder Spieler 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie. Das siebenrundige Turnier wird im „Schweizer System“ ausgetragen. Bei Punktgleichheit in der Abschlusstabelle entscheidet die Buchholz-Wertung.


1. Bock,Jürgen (2190 TWZ) 7.0 Punkte, 30.0 Buchholz
2. Kemper,Meinolf (2067) 5.5, 29.0
3. Schwarzenberg,Josef (1951) 5.5, 29.0
4. Müller,Werner (1917) 5.0, 28.0
5. Alhaj Mohamad,Samer (1838) 5.0, 25.5
6. Kollenberg,Cedric (2022) 4.5, 28.5
7. Flöttmann,Oliver (1988) 4.5, 27.0
8. Hanswillemenke,Jens (1844) 4.5, 26.5
9. Seliger,Frank (1952) 4.5, 24.5
10. Ewerszumrode,Daniel (1717) 4.5, 23.5
11. Berenbrink,Hendrik (1890) 4.5, 20.0
12. Lewe,Philipp (1826) 4.0, 24.5
13. Klocke,Michael (1622) 4.0, 23.5
14. Rahe,Sebastian (1590) 4.0, 23.0
15. Schumacher,Ferdinand (1771) 4.0, 23.0
16. Austermann,Julius (1772) 3.5, 26.5
17. Langhorst,Herbert (1807) 3.5, 25.0
18. Fechner,Werner (1903) 3.5, 24.0
19. Biernath,Thomas (1895) 3.5, 23.5
20. Spehr,Michael (1613) 3.5, 23.0
21. Austermeier,David (1823) 3.5, 21.5
22. Niederprüm,Hans-Jörg (1705) 3.5, 20.5
23. Trost,Michael (1702) 3.0, 26.0
24. Bennett,Christopher (1362) 3.0, 22.0
25. Bergmann,Thomas (1512) 3.0, 21.5
26. Bisjak,Joachim (1214) 3.0, 20.0
27. Fechner,Manfred (---) 3.0, 19.5
28. Frehse,Rainer (1432) 3.0, 19.0
29. Bergstraeßer,Axel,Dr. (1555) 2.5, 23.5
30. Ströhmeier,Michael (1502) 2.5, 20.0
31. Spehr,Markus (1407) 2.5, 19.5
32. Rieksneuwöhner,Pascal (1311) 2.0, 20.5
33. Jasperneite,Julius (---) 2.0, 17.0
34. Hutfilker,Michael (1408) 2.0, 15.0
35. Martinschledde,Werner (---) 2.0, 15.0
36. Austermann,Eberhard (1005) 2.0, 14.5
37. Honerlage,David (---) 1.0, 15.0
38. Vögeler,Elias (---) 1.0, 14.5
S.B.
25.02.2018 Unentschieden beim Tabellenführer
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Dem Tabellenführer SG Friedrichsdorf-Senne I hat die zweite Mannschaft am 6. Spieltag der Bezirksliga ein Unentschieden abgetrotzt.
Ludger Funke (Brett 3) bescherte der Mannschaft nach einem Eröffnungsfehler des Gegners schon nach gut einer Stunde die Führung. Er konnte locker die Dame geben und setzte sehenswert Matt.
Dass Zentrumsangriff meist stärker ist als Flügelangriff, musste Thomas Praßer (8) einsehen. Er sah sich nach dem Abtausch aller Leicht- und Schwerfiguren
einem unwiderstehlichen Bauernduo gegenüber - 1:1.
Michael Hutfilker (7) spielte mit den weißen Steinen solide, ohne Vorteil zu erringen: Remis. Das gleiche Ergebnis gab es bei Sebastian Rahe, jedoch hatte dieser zwischendurch Angriffschancen. Am Ende biss er auf Granit im eigenen Lager in Form eines Läufers hinter der Bauernkette.
Zittern mussten die Rietberger um Julius Austermann (2), der mit der Eröffnung nicht zurechtkam und schon frühzeitig positionell sehr schlecht stand. Er schaffte es aber immer wieder, den gegnerischen Drohungen zu begegnen und sich ins Remis zu retten.
Ein weiteres Unentschieden ergab sich für Michael Trost am Spitzenbrett, da beide Spieler präzise spielten und kein Risiko eingehen wollten.
Michael Ströhmeier (6) wurde nach und nach in die Enge gedrängt und fand sich auf der Verliererstraße wieder.
Ferdi Schumacher (4) konnte mit Schwarz einigen Druck aufbauen und 2 Bauern gewinnen. Gegen die Blockadeversuche seiner Gegnerin fand er mit der Annäherung des Königs das richtige Mittel und sicherte den vollen Punkt zum 4:4.

Das Spiel zeigt: Turm II kann in der Bezirksliga gut mithalten und strebt einen Platz im vorderen Drittel an. Noch steht Rietberg mit 8 Mannschaftspunkten auf Platz 5, ist aber punktgleich mit Rheda II, davor finden sich Brackwede III und Beckum I (9 MP) hinter F'dorf-Senne (10 MP). Angesichts des Restprogramms der Rietberger - u.a. gegen die beiden zurzeit Tabellenletzten - ist da tatsächlich noch Luft nach oben.
F.S.
11.02.2018 Erste bleibt mit 5,5:2,5 in der Spur
in Kategorie: 1. Mannschaft | Kommentare: 0
Wieder mal Enger-Spenge, wieder mal auswärts, und Schnee lag auch nicht zum ersten Mal. Aber der Sieg tröstet über alles hinweg.
Mit dem 5,5:2,5 hält die SG Turm Rietberg (11 Mannschaftspunkte; 35,5 Brettpunkte) Kontakt zur Spitze. Die SG Bünde (11 MP; 38 BP) gewann zeitgleich gegen Werther II. E'loh-Oelde (noch 11 MP, 29 BP) spielt erst am nächsten Sonntag gegen Lippe-Süd, über die Favoritenrolle gibt es da aber wohl keine Diskussionen.
Fun-Fact am Rande: Offenbar kann der zweite Platz in der Verbandsliga zum Aufstiegsstichkampf reichen. Und wenn Rietberg in der Vorschlussrunde das (wenn auch schwere!) Spiel gegen Gütersloh II gewinnt, während Bünde und Oelde sich parallel gegenseitig verhauen... wer weiß.

Aber jetzt erst einmal zum heutigen Spiel:
Nach einem Doppelschlag ging Rietberg 1,5:0,5 in Führung. Während Joel Kollenberg (Brett 6) seine Partie trotz der Unwägbarkeiten entgegengesetzter Rochaden sicher in den Remishafen steuerte, holte Herbert Langhorst (7) den ersten Sieg des Tages. Sein Gegner hatte eine Qualität geopfert, hatte dann zwar auch die gefälligere Stellung, blieb allerdings den Beweis der Kompensation schuldig. Nach klugen Abtäuschen verwertete Herbert den Materialvorteil.
Cedric Kollenberg (2) baute den Vorsprung auf 2,5:0,5 aus. Die Partie sah nach Remis aus, auch wenn Cedric das leicht bequemere Spiel zu haben schien. Dann entkorkte der Rietberger nach einer Unaufmerksamkeit des Engeraners plötzlich ein Fesselungsmotiv und gewann einen Turm.
Die einzige Niederlage des Tages musste leider Ludger Funke (8) einstecken. Der knapp 200 DWZ-Punkte stärkere Gegner baute im Endspiel mit verdoppelten Türmen Druck auf, nutzte diesen zum Gewinn eines Bauern und drückte diesen Vorteil trotz zäher Gegenwehr des Rietbergers zum Sieg durch.
Fast zeitgleich fiel die Entscheidung bei David Austermeier (5). In fälschlicher Erwartung eines Damengewinns verlopferte sein Gegner einen Bauern, doch die Stellung hatte nach wie vor ihre Tücken - die David aber gekonnt meisterte und den Sieg einfuhr.
Sven Behler (4) reagierte auf die Eröffnungsbehandlung seines Gegners unnötig passiv. Die anschließend aufkommenden taktischen Verwicklungen mit Drohungen und Gegendrohungen überstand er - trotz üblicher Zeitnot - schadlos: Remis.
Martin Funke (1) schielte mit einem angebotenen Bauernopfer im Zentrum nebst absehbarem Qualitätsopfer böse auf die gegnerische Königsstellung, doch der Engeraner lehnte dankend ab, schloss die Brettmitte kurzfristig, aber der wachsende Druck kostete eine Qualität, und das Materialplus nutzte das Rietberger Spitzenbrett souverän zum Sieg.
Oliver Flöttmann (3) fand sich derweil in einem nachteiligen Endspiel wieder: Der Gastgeber hatte einen Mehr-Freibauern auf der a-Linie, und zum Remis wäre es ein bestenfalls beschwerlicher Weg gewesen. Doch der klare Spielstand und offenbar eigene Urlaubsplanungen stimmten den Gegner remislich milde.

Weiter geht's am 4. März in der Ems-Stadt gegen die Reserve vom Dalke-Ufer. Geht da noch was in Richtung Regionalliga?
S.B.
04.02.2018 Überraschungssieg der Zweiten
in Kategorie: 2. Mannschaft | Kommentare: 0
Einen Überraschungssieg gegen den favorisierten Rhedaer SV II landete am 5. Spieltag der Bezirksliga unsere Zweite! Dabei begann es mit einer kampflosen Pleite an Brett 2, da Julius Austermann aus unverständlichen Gründen nicht erschien. 0:1 um 10.30 Uhr.
Gegen halb zwölf meinte ein Zuschauer: Sieht aber schlecht aus, könnte ein 2:6 werden...
Nach knapp 3 Stunden remisierte Michael Hutfilker in unklarer Stellung, fast zeitgleich gewann Michael Ströhmeier durch ein Fesselungsmotiv die gegnerische Dame und erzielte den Ausgleich.
Am 5. Brett konnte Sebstian Rahe, der nach einem Figurenminus auf der Verliererstraße schien, seiner Gegnerin noch ein paar Bauern abluchsen und ein Unentschieden halten. Die gleichen Resultate gab es nach spannenden Partien auch für Ludger Funke (3) und Michael Trost am ersten Brett.
Ferdi Schumacher profitierte davon, dass sein Gegenüber trotz hohen Zeitverbrauchs kein Gegenspiel fand. So konnte er sich eine "kleine Kombination" anbringen, die die Mannschaft auf 4:3 nach vorn brachte.
Inzwischen hatte auch Michael Schalk eine Gewinnstellung erreicht, die er jedoch Unentschieden gab, um den Mannschaftssieg unter Dach und Fach zu bringen.

Damit katapultiert sich Rietberg II in den Windschatten der beiden führenden Teams von Friedrichsdorf-Senne und Brackwede III (vermutlich punktgleich mit Beckum, deren Ergebnis vom Nachbarschaftsduell gegen Wadersloh-Diestedde am Ende des Spieltags noch fehlt) auf Platz 3 (bzw. 4). Prima!
F.S./S.B.