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Kein Remis gegen Ennigerloh-Oelde (UPDATE) 30.10.2016
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Das nennt man mal ausgekämpft: Oben nur Weiß-Siege, unten nur Schwarz-Siege - das bedeutete für Rietbergs Erste am Ende ein 4:4 gegen den SV Ennigerloh-Oelde. Mit 3:3 Mannschaftspunkten steht der Turm nach drei Spieltagen nun mitten im Mittelfeld der Verbandsliga B. An deren Spitze haben sich der SC Geseke und die SG Bünde bereits abgesetzt und werden den Aufstieg wohl unter sich ausmachen, während es der SK Halle mit null Punkten schwer haben wird, aus dem Tabellenkeller herauszuklettern.

Beim Spiel gegen den Besuch aus Oelde gerieten die Gastgeber in der Südtorschule zunächst in Rückstand: Sven Behler (Brett 3) war zwar gut aus der Eröffnung gekommen, aber trotz optisch solider Züge kippte die Stellung plötzlich rapide. Irgendwie fehlte immer ein Tempo, um die Stellung zu konsolidieren. Bitter: Nach einem Fehler des Oelders übersah der Rietberger eine Abwicklung, die ihm für zwei Bauern den gegnerischen Läufer gebracht hätte. An manchen Tagen läuft einfach gar nichts...
Für den Ausgleich sorgte Oliver Flöttmann (4): Zunächst stürmte er mit den Bauern am Damenflügel, während der Gegner Gleiches am Königsflügel machte. Nachdem der Rietberger seine weit vorgeschobenen Landwirte festtackern konnte, widmete er sich erfolgreich dem luftig stehenden Oelder König auf der anderen Brettseite. Nach einem Generalabtausch unter Qualitätsopfer marschierten schließlich die Bauern am Damenflügel los, der Gegner musste den Turm zurückgeben, und mit einem Springer mehr war nach ein paar weiteren Zügen Schicht im Schach(t).

Da der zerknirschte Pressewart mittlerweile seinen Kopf am Steinhorster Becken durchlüftete, stützen sich die folgenden Zeilen zum größten Teil auf die verlässlichen Angaben des Mannschaftsführers.

Also weiter im Text: Martin Funke (1) musste erstmals seit gefühlten Ewigkeiten eine Niederlage einstecken. Mit einem Minusbauern sahen seine Chancen im Turm-Läufer-Endspiel irgendwann ohnehin nicht gut aus, und am Ende konnte unser Spitzenbrett mit seinem Turm gegen die gegnerische Dame keine Festung mehr aufbauen.
Hendrik Berenbrink (5) hatte ein deutlich sympathischeres Turm-Läufer-Endspiel auf seinem Brett. Ihm gelang es, die gegnerischen Figuren passiv zu stellen, er gewann einen Bauern, konnte die Position vereinfachen und sackte schließlich den vollen Punkt ein.
Julius Austermann (6) hatte derweil die fehlerhafte Eröffnungsbehandlung seines Gegners widerlegt, markierte (objektiv zurecht!) den 6. Zug des Oelders auf seinem Formular mit einem Fragezeichen und gewann unter Einschlag in die unrochierte gegnerische Königsstellung einen Bauern. Doch der Partieverlauf versprach nicht viel Gutes, und am Ende musste er sein Endspiel mit einer Qualität weniger aufgeben. 2:3...!
Der Verlauf von Ludger Funkes (8) Spiel liegt ein wenig im Dunkeln. Ein Beobachter sah "im Mittelspiel (...) einfach zwei Mehrbauern", ein anderer zusätzlich aber eine Qualität weniger. Wie dem auch sei - es sollte nicht reichen. 2:4.
Unser Mannschaftsführer David Austermeier (7) hatte nach eigenen Worten "ein einfach gewonnenes Turmendspiel", machte aber in einer Variante den zweiten Zug vorm ersten und musste - schöne Formulierung! - "die Partie erneut gewinnen (unter kräftiger Mithilfe meines Gegners)". Anschlusstreffer.
In der letzten noch laufenden Partie hatte Cedric Kollenberg (2) als Weißer eine deutlich aktivere Stellung. Während sein Gegner - der für eine passive, lauernde Spielanlage allerdings auch bekannt ist - Abwartezüge machen musste, konnte der Rietberger seine Stellung langsam verbessern (erster Figurentausch im 45. Zug!). Als die Stellung sich öffnete, fiel der Aufbau des Oelders auseinander.
ENDE - 4:4!

Vielleicht schreiben die Gäste ja auch noch etwas: http://www.sv-ennigerloh-oelde.de.

Weiter geht's am 27. November beim Gütersloher SV 23 II. Warnung: Von deren schlechter Platzierung sollte man sich nicht täuschen lassen...!
S.B./D.A.
Erste unterliegt in Bünde 24.09.2016
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In der zweiten Runde der Verbandsliga-Saison hat Rietbergs Erste bei der SG Bünde in Unterzahl eine knappe 3,5:4,5 Niederlage erlitten. In Ermangelung eines eigenen Spielberichts sei hier auf die Heimatseite der Gastgeber verwiesen: http://www.sg-buende1945.de/neuigkeiten-saison-2016-17
S.B.
Knapper Sieg zum Auftakt 04.09.2016
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"Das war ein echter Arbeitssieg", kommentierte Mannschaftsführer David Austermeier hinterher das Erstrunden-Match der neuen Verbandsliga-Saison. Knapp und durchaus glücklich besiegte die SG Turm Rietberg zu Hause den SV Bad Oeynhausen mit 4,5:3,5. Zwar waren die Gäste ohne drei nominelle Stammkräfte angereist, doch die Aufstellung konnte sich wahrlich sehen lassen - was sich auch rasch an den Brettern zeigte.

Rietberg lag gleich zu Beginn mit 1:0 in Führung, weil die Kurstädter das erste Brett freigelassen hatten.
Dann tat sich in einem lange ausgeglichenen Kampf bis weit nach Mittag nichts Zählbares. Bei Oliver Flöttmann (Brett 4) sah es schon arg nach einem Remis aus, als aus heiterem Himmel eine zweizügige Kombination einen Figuren- und damit den Partiegewinn garantierte.
Nachdem in Cedric Kollenbergs Damenendspiel für keine Seite etwas zu holen war, steuerte auch Hendrik Berenbrink sein Spiel in den Remishafen - 3:1.
Doch die deutliche Führung währte nicht allzu lange, und die Gäste glichen aus. Zunächst hatte Julius Austermann (6) einen Bauern geopfert, um nach ausgedehnter Bedenkzeit zu merken, dass der anvisierte Plan so nicht funktionierte. Anschließend investierte der Neuzugang aus der Zweiten immer mehr Material, um aus der luftigen Königsstellung des Gegners irgendwie Kapital zu schlagen, doch der Angriff schlug nicht durch. Derweil hatte David Austermeier (7) durch einen Doppelangriff seines Gegenübers eine Leichtfigur verloren und gab die Partie kurz darauf auf. 3:3.
Nun sah es angesichts der beiden verbliebenen Partien wahrlich nicht gut für Rietberg aus. Bei Ludger Funke (8) tippten die Kibitze bestenfalls auf Remis, und Sven Behler (3) stand nach früh verdamelter Eröffnung positionell und zeitlich gehörig unter Druck. Doch dann konnte Ludger dank Doppelturm und Läuferfesselung den Vorteil auf seine Seite ziehen, und nach einem Patzer des Gegners brach die Oeynhäusers Stellung endgültig ein - 4:3, das Mannschaftsunentschieden war sicher. Unterdessen hatte sich Sven kurz vor der Zeitkontrolle die Dame gegen Turm und Läufer abluchsen lassen, konnte aber eine 'Festung' aufbauen, in der sich alle Figuren gegenseitig deckten und gegen die sein Kontrahent kein Durchkommen sah. 4,5:3,5.

Gemäß dem inoffiziellen Saison-Motto der Ersten ("Möglichst schnell den Klassenerhalt sichern und dann mal kucken, was nach vorne geht...") war das ein äußerst wichtiger Sieg! Weiter geht's bereits in drei Wochen in Bünde, die heute gegen Gütersloh II mit 5,5:2,5 gewonnen haben.

(P.S.: Korrekturen und/oder Ergänzungen pflege ich wie immer gerne in den Text ein - einfach eine kurze Mail an mich schicken...)
S.B.
4:4 zum Saisonabschluss 24.04.2016
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Mit einem 4:4 gegen den Vize-Meister SC Geseke hat Rietbergs Erste die Verbandsliga-Saison 2015/16 als Tabellenvierter beendet. Fünf Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen sind eine ordentliche Bilanz für den Aufsteiger, und bis zur Vorschlussrunde durfte die SG Turm ja sogar noch vom Aufstieg träumen...
Top-Scorer der Stammbesetzung war einmal mehr Spitzenspieler Martin Funke mit 90% (4,5 Punkte aus 5 Partien). Es folgen - ebenfalls ungeschlagen - Nachwuchstalent Cedric Kollenberg (Brett 4, 75%, 6/8) sowie Sven Behler (3, 71%, 5/7), David Austermeier (8, 67%, 6/9) und Hendrik Berenbrink (5, 56%, 4,5/8). Nicht unerwähnt bleiben darf auch der Erfolg von Julius Austermann, Spitzenspieler der Reserve, der seine beiden Einsätze in der Ersten gewann.

Doch nun zum Geseke-Match: Das letzte Saisonspiel begann mit einem kampflosen Rückstand, weil nach Oliver Flöttmann (Hermannslauf) auch noch Martin Funke abgesagt hatte und somit die Stammbretter 3 und 1 fehlten; Brett 1 blieb frei.
Der aus der Zweiten eingesprungene Ferdi Schumacher (Brett 8) - langjähriger Käpt'n der ersten Mannschaft - konnte in seiner Partie sicherlich leichte Vorteile für sich verbuchen, willigte aber am Ende ins Remis ein. Eine weitere Punktteilung gab es bei Ludger Funke (5); sie kam aber eher einer gefühlten Niederlage gleich. Denn früh hatte der Rietberger seinem Gegner einen Bauern abgeluchst und sah wie der sichere Sieger aus, bevor das Endspiel unglücklich ins Remis kippte.
Den ersten Sieg für die SG Turm besorgte Hendrik Berenbrink (4), der mittels Abzugsschach eine Geseker Leichtfigur eroberte und die Partie anschließend sicher nach Hause fuhr.
Danach punktete auch David Austermeier (7): Mit Turm und Dame drang er in die gegnerische Stellung ein, und der Geseker hätte den Verlust seines Turms und seines Läufers ohnehin nicht verhindern können... überschritt aber im 38. Zug die Zeit.
Der Ein-Punkt-Vorsprung hielt in der Folgezeit: Herbert Langhorst (6) konnte gleich in der Eröffnung zwar zwei Leichfiguren des Gegners (bauern)gabeln, traute aber zurecht den folgenden Komplikationen nicht und tauschte seine Dame gegen Turm und zwei Leichtfiguren; in der Endstellung mit nur noch wenigen Bauern auf dem Brett deckten sich die Rietberger Figuren gegenseitig und die Dame konnte nichts ausrichten. Anschließend erkämpfte sich auch Cedric Kollenberg (3) ein Remis: In der Eröffnung total unter die Räder gekommen, musste er eine komplette Leichtfigur geben. In der Folge holte er sich zunächst einen, dann noch einen Bauern zurück. Als dann auch noch sein schwarzer Turm auf der zweiten Reihe auftauchte und zusammen mit der Dame den luftig stehenden Geseker König ins Visier nahm, konnte Weiß nicht mehr gewinnen. Damit stand es 4:3.
Doch dann kassierte Sven Behler (2) seine einzige Niederlage der Saison. Er war gut aus der Eröffnung gekommen, hatte zeitweise auch leichten Vorteil. Doch in Zeitnot (u.a. 3 Minuten für 13 Züge) wuchs auch auf dem Brett der Druck. Ausgerechnet im 40. Zug übersah der Rietberger den die Stellung schließenden Zug, und sein Gegner drückte die Partie dank Damen-Drohungen an beiden Flügeln zum Sieg. 4:4.
S.B.
Aufstiegstraum geplatzt 06.03.2016
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Nach einer 3:5-Niederlage beim - zuvor noch punktgleichen - Spitzenreiter Brackweder SK muss die erste Mannschaft der SG Turm Rietberg ihre Aufstiegshoffnungen vor der letzten Runde der Verbandsliga begraben. Die Gastgeber hatten überraschend zwei bislang spiellose Stars an die ersten Bretter geschickt: Werner Malcher und FM Grischa Bluhm. Dennoch war es ein unfassbar spannendes Match, das mit etwas Glück auch anders hätte enden können...

Nach einem frühen Remis der beiden 2300er an Brett 1, gerieten die Rietberger in Rückstand: Herbert Langhorst (6) hatte sich schon in der Eröffnung eine strukturelle Schwäche am Damenflügel eingehandelt. Als auf dieser Bretthälfte dann auch materielles Ungemach drohte, holte der Rietberger zum Gegenschlag am Königsflügel aus und opferte eine Leichtfigur in die Brackweder Rochadestellung. Doch der Angriff schlug am Ende nicht durch, und der Gegner konnte seinerseits zur - leider erfolgreichen - Attacke ansetzen.
Sven Behler (3) hatte einen Bauern seines Gegenübers unter Androhung eines Qualitätsgewinns angefesselt, doch der amtierende Dähne-Pokal-Bezirkssieger konnte sich aus der Position geschickt herauswinden, und am Ende blieb ein Schwerfiguren-Endspiel mit gleicher Bauernverteilung - Remis.
Ebenfalls zur Punktteilung kam es bei Cedric Kollenberg (4), der gegen seinen routinierten Gegner nie etwas anbrennen ließ. Die Abwicklung ins Turmendspiel hätte er sich allerdings leichter machen können. So aber musste er einen weit vorgerückten b-Bauern unter Kontrolle halten. Aber mit Technik, Ruhe und einem Freibauern auf der e-Linie hielt er Remis-Kurs - und irgendwann glaubte ihm das sogar der Gegner.
Den Ausgleich und einzigen Sieg des Tages besorgte Julius Austermann (8). Er kam gut aus der Eröffnung, stand aussichtsreich, tauschte dann aber - nach Aussage von Augenzeugen - schlecht stehende Figuren des Gegners unnötig ab. Der Lohn war zwar ein Mehrbauer, aber in verrammelter Stellung bedurfte es daraufhin noch einiger Arbeit, um diesen Vorteil in den Sieg umzusetzen. Sei's drum - es gelang!
Damit stand es 2,5:2,5 - und bei diesem Spielstand sollte es lange bleiben. Allerdings verfinsterten sich beim Blick auf die Bretter die Blicke der Rietberger Kiebitze allmählich - nachdem es anfangs teilweise so gut ausgesehen hatte. Ludger Funke (5) zum Beispiel hatte sich die Brackweder Rochadestellung auf den schwarzen Feldern schön zurechtgelegt, übersah dann aber - nach eigenen Angaben - in der Zeitnotphase die richtige Abwicklung, und die Partie kippte komplett. Trotz zweier Minusbauern kämpfte der Rietberger tapfer weiter, suchte sein Heil in der Königsjagd, doch am Ende war das Ding nicht mehr zu halten.
Ebenfalls lange Zeit vielversprechend stand David Austermeier (7), doch beim Spielstand von nunmehr 2,5:3,5 übersah er im Turm-Läufer-Endspiel im entscheidenden Augenblick eine Mattdrohung, die der Gegner nur unter Bauernverlust hätte abwenden können. Statt dessen sah es nun auch hier nach einer Niederlage aus. Aber der Rietberger kämpfte zäh und die Remischancen stiegen wieder. Beide Spieler gingen unter fünf Minuten für den Rest der Partei. Unter vier. Unter drei. Das Remis war immer noch drin - und ausgerechnet da übersah David einen zweizügigen Figurenverlust. Ein paar Züge noch... dann die Aufgabe.
Damit war das Match verloren. Einzig Oliver Flöttmann (2) und der frühere deutsche B-Jugend-Meister Bluhm spielten noch. Der Rietberger hatte in der Eröffnung zwei Tempi verloren und sich einen Isolani auf der e-Linie eingehandelt. Das sah nicht gut aus. Aber auch hier, in passiver Stellung: Zähigkeit und Kampfgeist! Da war noch nix verloren. Exakt mit der Zeitkontrolle konnte der Brackweder einen eindrucksvollen, weil voranschreitenden Freibauern bilden, für den Oliver letztlich seinen Läufer hergeben musste. Doch da waren ja noch der nun ebenfalls Fahrt aufnehmende e-Freibauer sowie eine Bauern-fressende und König-nervende Dame. Auch diese Partie ging für beide Spieler unter die drei Minuten, und als der letzte Landwirt verspeist war, konnte der frisch gebackene Rietberger Schnellschach-Stadtmeister den Damentausch erzwingen. König & Läufer gegen König blieben. Remis.

Weiter geht es am 24. April gegen den SC Geseke. Eine Partie mit bedeutungsschwangerer Tradition. Vor VIER Jahren machte die SG Turm 1 gegen Geseke den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. Vor ZWEI Jahren besiegelte (mehr oder weniger) eine Klatsche gegen Geseke den bitteren Abstieg in die Verbandsklasse. Nun sollte als dritte Variante hinzukommen: Rietberg verhagelt Geseke den Aufstieg. Zumindest sollten wir - sportlich fair - in bestmöglicher Besetzung und Verfassung antreten, um eine gute Saison mit einem Sieg zu krönen. Denn auch wenn der Aufstieg verpasst ist, haben wir uns als Aufsteiger mehr als ordentlich verkauft und lange vorne mitgemischt. Kein Grund zu klagen also! Weiter geht's!
S.B.